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Meschede. Wenn an Mescheder Stadtstraßen in größerem Umfang die bisherigen Peitschenmasten der Straßenbeleuchtung ausgetauscht werden müssen, sollen künftig gerade Stahlmasten mit einem LED-Leuchtkörper eingesetzt werden. Das jedenfalls schlägt die Stadtverwaltung den heimischen Bürgervertretern vor.

Hintergrund: Sowohl in technischer Hinsicht wie auch bei der Preisentwicklung hat die LED-Technik der Straßenbeleuchtung vor allem in den vergangenen Monaten eine rasante Entwicklung genommen. So kostet – als Beispiel – ein acht Meter hoher Stahlmast samt LED-Leuchtmittel nur noch zwischen 1.300 und 1.400 Euro, je nach benötigter Lichtmenge.

Zum Vergleich: Ein acht Meter hoher Peitschenmast mit herkömmlichem Leuchtmittel verursacht ebenfalls Anschaffungskosten von ca. 1.300 Euro. Allerdings: „Während bei der herkömmlichen Straßenbeleuchtung je nach verwendetem Leuchtmittel Stromkosten von bis zu 66 Euro pro Jahr anfallen, können sich diese Kosten beim Einsatz von LED-Technik auf Werte um 29 Euro pro Jahr und Leuchtstelle reduzieren“, erläutert Heinz Hiegemann, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur. Und auch die Lebensdauer von LED-Leuchtmitteln übersteigt die von herkömmlicher Straßenbeleuchtung deutlich – bei geringerem Wartungsaufwand.

Die Stadtverwaltung möchte dabei Masten und Leuchtkörper vor allem dann auf das neue Konzept umrüsten, wenn an städtischen Straßen Masten in größeren Abschnitten ausgetauscht werden müssen. „Damit wird sichergestellt, dass wir zum einen den einheitlichen Charakter in Leuchtleistung und Wahrnehmung der Straßenbeleuchtung erhalten“, erklärt Heinz Hiegemann, „zum anderen erleichtert eine einheitliche Beleuchtung in einem Abschnitt die künftige Wartung und Bewirtschaftung.

Die Hochsauerlandwasser GmbH (HSW), die für ihre Gesellschafterkommunen Meschede, Olsberg und Bestwig Betrieb und Unterhaltung der Straßenbeleuchtung übernommen hat, unterzieht alle Masten regelmäßig einer Kontrolle der Standsicherheit. „Sollte ein Austausch nötig werden, wollen wir – wenn eben möglich – immer erkennbare Abschnitte eines Straßenzuges auf LED umrüsten“, so Heinz Hiegemann. Falls noch einzelne intakte Peitschenmasten vorhanden sind, werden diese eingelagert. Sie können dann aus Austauschmasten für punktuelle schadhafte Peitschenmasten genutzt werden. Bei Neubaumaßnahmen sollen grundsätzlich nur noch gerade Masten samt LED-Leuchtmittel eingebaut werden. Im engeren Innenstadtbereich oder an besonders markanten Punkten mit deutlicher Außenwirkung schlägt die Stadtverwaltung vor, jeweils Einzelfallentscheidungen zu treffen.

Bereits im Januar 2013 hatte sich der Rat der Kreis- und Hochschulstadt Meschede mit dem Thema Straßenbeleuchtung auseinandergesetzt. Anlass damals: Ein Prüfantrag der CDU-Fraktion zu einem kompletten Austausch der vorhandenen Leuchtköpfe gegen LED. Damals wie heute sei ein solcher Schritt deutlich unwirtschaftlich und auch technisch fragwürdig, so die einhellige Einschätzung von Stadtverwaltung und HSW. Allerdings: Bei einem schrittweisen Austausch für den Fall, dass ohnehin Masten erneuert werden müssen, sehe das Ergebnis nun anders aus. „Die Lichtleistung erhöht sich bei gleicher Stromaufnahme kontinuierlich, während gleichzeitig die Kosten pro Leuchtstelle deutlich sinken“, betont Patrick Heinemann, für Straßenbeleuchtung zuständiger Mitarbeiter der HSW. Bei der Prüfung 2013 habe man beschlossen, die Entwicklung der LED-Technik für die Straßenbeleuchtung weiter zu beobachten und zu bewerten – „diese Zusage lösen wir jetzt ein“, so Bürgermeister Uli Hess.

Diskutiert wird das Thema Straßenbeleuchtung am Donnerstag [22. Januar 2015] um 17 Uhr im Ausschuss für Stadtentwicklung, bevor am 29. Januar 2015 der Stadtrat voraussichtlich endgültig entscheidet. Beide Zusammenkünfte sind öffentlich.

Quelle: Stadt Meschede