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Meschede. Von Visbeck nach Düsseldorf, vom Sauerland zum Landtag: Drei Jahre haben Stefanie Schenk-Busse und Björn Busse an den Skulpturen gearbeitet, geplant, verworfen, umgesetzt. Nun ist der Edelstahl in Form und an seinem Platz angekommen: vor dem Parlament in der nordrhein-westfälischen Landes-hauptstadt.

Die fünf Skulpturen stehen seit Ende Juni auf dem Platz vor dem neuen Verwaltungstrakt des Landtages Richtung Rheinufer. Seit Mitte Juli ist der Platz öffentlich begehbar. Beauftragt wurden die Künstler allerdings bereits 2011, nachdem zwei Ideen für eine Platzinstallation präsentiert wurden. „Unser Favorit hat letztendlich das Rennen gemacht“, sagt Björn Busse.

Bei dieser Arbeit hat uns der Gegensatz zwischen Perfektion und Nicht-Perfektion interessiert“, erklärt Stefanie Schenk-Busse das Werk. Denn der makellose, auf Hochglanz polierte Edelstahl wird von tiefen Rissen aufgebrochen. Dieser Aufbruch verbindet die fünf jeweils vier Meter hohen Skulpturen zu einem Ganzen, denn er beginnt im Kleinen in der ersten Stele und vollzieht sich immer größer werdend bis zur fünften. „Zugleich spiegeln sich die Menschen als Öffentlichkeit ebenso wie der Landtag in den Skulpturen wider, werden so Teil der künstlerischen Aussage“, erläutert die Künstlerin, die das Kunstwerk konzipiert und die Idee entwickelt hat. So erklärt sich auch der Titel des Werkes „Im Aufbruch“, der viel Raum für Interpretationen lässt.

Vor dem Transport nach Düsseldorf nahmen neben den Künstlern auch Bürgermeister Uli Hess, Landtagsabgeordneter Matthias Kerkhoff und die frühere Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter das Kunstwerk in Augenschein. Bildnachweis: Stadt Meschede

Vor dem Transport nach Düsseldorf nahmen neben den Künstlern auch Bürgermeister Uli Hess, Landtagsabgeordneter Matthias Kerkhoff und die frühere Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter das Kunstwerk in Augenschein.
Bildnachweis: Stadt Meschede

Björn Busse, zuständig für Bau und Umsetzung des Projektes, betont auch die Bedeutung der Anordnung des geformten Edelstahls: „Wir haben hier verschiedene Elemente, die gemeinsam durch die Form des Kreises doch ein Ganzes bilden. Sie lehnen an die Architektur des Landtages an, für die die ineinandergreifenden überschneidenden Grundrisse charakteristisch sind.

Ich bin sehr froh, dass nun endlich auch südwestfälische Kunst am Bau in Düsseldorf angekommen ist“, freute sich Monika Brunert-Jetter, ehemalige Landtagsabgeordnete, die gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff und Meschedes Bürgermeister Uli Hess das Werk vor dem Transport nach Düsseldorf auf dem Hof Visbeck noch einmal in Augenschein genommen hat.

Auch Uli Hess zeigte sich angetan von der Kunst „made in Meschede“: „Dass die Wahl auf zwei Mescheder Künstler gefallen ist, zeigt wieder einmal, dass auch unsere Region kulturell einiges zu bieten hat und auch für Menschen aus dem kreativen Bereich durchaus attraktiv ist.“ Vom kreativen Potenzial der Region können sich Interessierte auf dem Hof Visbeck selbst überzeugen: Montags bis freitags ist die Galerie Busse-Schenk täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Quelle: Stadt Meschede