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Meschede. Wie kommt der Teller unter das Brötchen? Warum hält die Tasse dicht? Und kann eine Schüssel ein Kunstwerk sein? Die Kulturstrolche der Luziaschule Berge wollten es herausfinden und besuchten jetzt die Werkstatt von Ursula Peek. Selbst kreativ wurden sie dann in der Villa KünstlerBunt in Meschede-Eversberg und die Ergebnisse zeigen: Ton kann mehr als nur Geschirr.

Die Idee des „Kulturstrolche-Projektes“: Jedes Schulkind soll während seiner Grundschulzeit möglichst viele kulturelle Sparten und Kultureinrichtungen vor Ort kennen lernen. Im Klassenverbund oder in kleineren Gruppen besuchen die Kinder die Einrichtungen, lernen dort tätige Menschen, ihre Arbeit und die jeweilige Kulturform kennen.

Bei den Drittklässlern der Luziaschule Berge stand in diesem Jahr Kunst auf dem Stundenplan. Da in direkter Nachbarschaft zur Schule Keramikmeisterin Ursula Peek ihre Werkstatt hat, war Ton das Material der Wahl. In der Werkstatt hatten die Kinder dann Gelegenheit, einer Tasse beim Wachsen zuzusehen. So schien der Ton einfach aus der sich drehenden Töpferscheibe aufzusteigen, ein Bild, das die Kinder nachhaltig beeindruckte. „So was habe ich noch nie gesehen!“, erzählte ein Kulturstrolch später.

In der Werkstatt von Ursula Peek hatten die Kinder Gelegenheit, sich mit dem Material Ton vertraut zu machen und einer Tasse beim Wachsen zuzusehen. Foto: © Stadt Meschede

In der Werkstatt von Ursula Peek hatten die Kinder Gelegenheit, sich mit dem Material Ton vertraut zu machen und einer Tasse beim Wachsen zuzusehen. Foto: © Stadt Meschede

Dass es nicht unbedingt eine Töpferscheibe braucht, um Ton in Form zu bringen, aber viel Geduld und Geschick, das lernten die Kinder in der Villa KünstlerBunt unter Anleitung von Dipl.-Keramik-Designerin Ingrid Bechtloff. Das Ziel: freche Vögel aus rotem Ton töpfern. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und wurden jetzt in der Luziaschule Berge in einer Ausstellung gezeigt. So hat jeder Vogel sein eigenes Gesicht mit ganz viel Charakter und ist ein echtes Kunstwerk. In den Kulturstrolchen stecken eben viele junge Künstlerinnen und Künstler.

Das Kulturstrolche-Projekt wurde initiiert und konzipiert vom Dezernat für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Münster. Es wird vom Kultursekretariat NRW Gütersloh aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gefördert. In Meschede wird das Projekt vom Kulturamt der Stadt koordiniert. Mehr Informationen erhalten Interessierte bei Anne Wiegel, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, unter Tel. 0291/205-164.

Quelle: Stadt Meschede