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Meschede. Der nunmehr 5. Teil der Gesamtaufführung aller Beethoven-Streichquartette durch das Soester Satie-Quartett am 09. Mai 2015 ab 19 Uhr im Bürgerzentrum „Alte Synagoge“ steht auch im Zusammenhang mit dem Gedenken an das Kriegsende vor 70 Jahren.

Neben einem der großen Quartette des „späten Beethoven“ wird zunächst ein hochromantischer Einzelsatz des in der Nazizeit „verfemten“ Felix Mendelssohn-Bartholdy erklingen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der Komponist als Enkel des großen jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn (Vorbild für die Titelfigur in Lessings „Nathan der Weise“) schon zu Lebzeiten antisemitischen Ressentiments ausgesetzt war, erweist sich die Alte Synagoge als ein ganz besonderer Ort für Mendelssohns Werke.

Das Soester Satie-Quartett. Foto: © Klaus Esser

Das Soester Satie-Quartett. Foto: © Klaus Esser

Weiterhin werden die Musiker das unter dem Eindruck des Kriegsendes geschriebene 3. Streichquartett von Dmitri Schostakowitsch spielen, das mit seinen sehr effektreichen und zum Teil grotesken Klängen sowie mit seinen klagenden Melodiebögen eine sehr eindrucksvolle Wirkung erzielt.

Mit dem Streichquartett op.130 in B-Dur hat sich Beethoven noch weiter als je zuvor von allen kompositorischen Konventionen abgesetzt und ein von größter Freiheit in der musikalischen Phantasie durchdrungenes Werk geschaffen, das sowohl Hörer wie Spieler mit seiner faszinierenden Rätselhaftigkeit begeistert.

Eintrittskarten gibt es zum Preis von 12 Euro (Schüler 5 Euro) nur an der Abendkasse.

Quelle: Kulturring Meschede e.V.