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Meschede/Werl. Obwohl wir sie nicht wahrnehmen, sind elektromagnetische Wellen fester Bestandteil unserer Umwelt. Fernsehen, Computer, Handys, Radios und viele weitere elektronische Geräte gehören zum alltäglichen Leben.

Damit sich die elektromagnetischen Wellen nicht gegenseitig stören, werden sie reglementiert und jedes neu auf den Markt kommende Gerät einem umfassenden Prüfungs- und Zulassungsverfahren unterzogen. Die Europäische Union legt mit der EMV-Richtlinie (elektromagnetische Verträglichkeit – EMV) für alle elektrischen Geräte Grenzwerte fest. Dies betrifft sowohl die Strahlung, die von dem Gerät ausgeht, als auch die Strahlung, die das Gerät aushält, ohne dass Funktionsstörungen auftreten.

Kurt Meerkötter, Dr. Peter Liese und Thilo Kootz bereitet ein neuer Entwurf der Europäischen Kommission zur EMV-Direktive Sorge. Foto: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen

Ein neuer Entwurf der Europäischen Kommission zur EMV-Direktive bereitet den Funk- amateuren auch in Südwestfalen Sorgen. Bei einem Gespräch mit dem südwest-fälischen CDU-Europaabgeordneten Dr. Peter Liese begründeten Kurt Meerkötter aus Werl und Thilo Kootz RTA-Geschäftsführer (Runde Tisch Amateurfunk – ein Zusam-menschluss der meisten deutschen Amateurfunkvereine), dass durch eine Änderung der Definition einer „elektromagnetischen Störung“, wie sie im Neuentwurf vorgesehen ist, die Funkgeräte, die von Funkamateuren benutzt werden, als elektromagnetische Störung bewertet werden könnte. Dies war bei der bisherigen Regelung ausge-schlossen. Liese teilte in diesem Gespräch die Sorgen der Funkamateure und bezweifelte die Sinnhaftigkeit einer solchen Definitionsänderung. Im Weiteren versprach er, seine Kollegen des zuständigen Binnenmarktausschusses dahingehend zu informieren, dass man bei der bisherigen und bewährten Definition in der EMV-Direktive bleiben solle. Zudem hat sich Liese in dieser Angelegenheit auch direkt an den Bundeswirtschaftsminister, Dr. Philipp Rösler gewandt.

Quelle: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen