Print Friendly

Meschede. Der stellvertretende NWL-Verbandsvorsteher Thomas Gemke betont: „Die 1.178.200 Euro Fördergelder für die Stadt Meschede werden gut angelegt.“ Grund der Förderung ist eine Antrag der Kreis- und Hochschulstadt Meschede auf finanzielle Unterstützung für den Bau einer Park&Ride- bzw. Bike&Ride-Anlage (P/B+R-Anlage) mit barrierefreiem Tunnelzugang zum Bahnhof Meschede beim Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

Mit den Fördergeldern soll auf dem Gelände zwischen der Lagerstraße und der DB-Gleisanlage eine Parkmöglichkeit für Auto- und Radfahrer entstehen, die den Umstieg in die Bahn noch attraktiver zu machen“, so Thomas Gemke. Insgesamt entstehen 104 Stellplätze für Pkw, fünf Behindertenparkplätze, fünf Motorradstellplätze, elf Fahrradstellplätze und drei abschließbare Fahrradboxen.

Diese Maßnahme ist Teil der Modernisierungsoffensive 2, in deren Rahmen die DB Station & Service derzeit die Verkehrsstation Meschede erneuert und mit barrierefreien Zugängen ausstattet. Unter anderem soll eine neue Personenunterführung den Hausbahnsteig mit dem Mittelbahnsteig verbinden. Diese Unterführung wird dann vom Mittelbahnsteig aus in nördliche Richtung bis an die Grenze der DB-eigenen Flächen verlängert. Dort wird die Baumaßnahme der Stadt Meschede „P/B+R-Anlage mit Tunnelzugang am Bahnhof Meschede“ an die Unterführung anschließen.

Kreisdirektor HSK Dr. Klaus Drathen (li.), der stellvertende NWL-Verbandsvorsteher Thomas Gemke (2.v.li.) und Geschäftsführer Thomas Ressel (Zweckverband Ruhr-Lippe) überreichten den Förderbescheid an Michael Klauke (2.v.re., Stadt Meschede) und Bürgermeister Christoph Weber (re.). Foto: © Stadt Meschede

Kreisdirektor HSK Dr. Klaus Drathen (li.), der stellvertende NWL-Verbandsvorsteher Thomas Gemke (2.v.li.) und Geschäftsführer Thomas Ressel (Zweckverband Ruhr-Lippe) überreichten den Förderbescheid an Michael Klauke (2.v.re., Stadt Meschede) und Bürgermeister Christoph Weber (re.). Foto: © Stadt Meschede

Die Baumaßnahmen an und im Umfeld der Verkehrsstation Meschede beinhalten drei Bereiche:

  • Erneuerung der Bahnsteige und Neubau einer Personenunterführung im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2. Baulastträger ist die Deutsche Bahn S+S. Mit den Bauarbeiten wurde bereits Mitte 2015 begonnen.
  • Anbindung der P+R-Anlage an die Lagerstraße mit einem Kreisverkehr. Baulastträger ist die Kreis- und Hochschulstadt Meschede.
  • Bau einer P/B+R-Anlage mit barrierefreier Anbindung an die Personenunterführung der Bahn. Baulastträger ist auch da die Stadt Meschede. Für diese Maßnahme wird durch den Nahverkehr Westfalen-Lippe aktuell die Zuwendung von rund 1,18 Millionen Euro gewährt.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei 1.309.100 Euro, die komplett zuwendungsfähig sind. 90 Prozent davon gibt es als Zuschuss – insgesamt 1.178.200 Euro. „Ich freue mich, dass wir mit diesem Zuschuss die Attraktivität des Nahverkehrs in Meschede erheblich steigern können“, kommentiert Thomas Gemke die Förderung.

Der Nahverkehr Westfalen-Lippe organisiert den Schienenpersonennahverkehr für über 5 Millionen Einwohner in 16 Kreisen und drei kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe und ist der flächenmäßig größte Aufgabenträger in NRW. Zusätzlich fördert er auch Infrastrukturvorhaben für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr. Dafür stehen ihm jährlich rund 25 Millionen Euro zur Verfügung.

Vorrangig werden Vorhaben gefördert, die die Barrierefreiheit herstellen und so insbesondere Personen mit Mobilitätseinschränkungen aber auch zum Beispiel Eltern mit Kinderwagen die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ermöglichen oder vereinfachen. Viele Städte haben die Förderquoten von 90 Prozent bereits genutzt und vor allem Haltestellen modernisiert und barrierefrei hergerichtet. Thomas Gemke: „Mit dem Zuschuss des NWL profitiert jetzt auch die Stadt Meschede hiervon.

Quelle: Nahverkehrs Westfalen-Lippe und der Stadt Meschede
Foto: © Stadt Meschede