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Meschede. Es grünt, blüht und sprießt an allen Orten – nach dem grauen und tristen Winter kehrt der Frühling ein in Meschede. Und der hat in diesem Jahr vor allem ein Gesicht: Er ist bunt. Krokusse, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen strecken sich quasi „um die Wette“ der Frühjahrssonne entgegen – sehr zur Freude von Einheimischen und Besuchern der Kreis- und Hochschulstadt. Das neue, bunte Erscheinungsbild ist vor allem ein Ergebnis von Überlegungen, die Stadtverwaltung und Integrierter Bau- und Betriebshof (IBB) angestellt haben.

Hintergrund: Vor zwei Jahren hatte das Team des IBB ein Konzept erarbeitet. Das Ziel: Mit gärtnerischen Umgestaltungen sollten die Grünanlagen im Mescheder Stadtgebiet noch attraktiver werden. Allerdings: „Wichtig dabei ist, dass sich die Pflegekosten nicht erhöhen und sich Investitionen, die wir tätigen, über viele Jahre rechnen“, erklärt Marc Böhm, Leiter des IBB. Die zuständigen Mitarbeiter des IBB haben sich deshalb verschiedenste Varianten angesehen und sich schließlich für eine Zusammenarbeit mit der Firma VerVer Export entschieden.

Besonderheit: Das niederländische Unternehmen pflanzt die Blumenzwiebeln maschinell. „Dabei werden pro Stunde mehrere tausend Blumenzwiebeln in die Erde eingebracht“, erläutert Marc Böhm. Das Ergebnis können Einheimische und Gäste nun überall im Stadtgebiet in Augenschein nehmen – unter anderem auch unterhalb der Arbeitsagentur in der Kernstadt. Neben Narzissenmischungen sind auch Tulpen und Hyazinthen ausgebracht worden. Daneben hat das Team des IBB viele Staudenbeete angelegt, in denen bereits die Krokusse geblüht haben. Doch auch nach der „Krokuszeit“ ist die „bunte Phase“ noch nicht zu Ende – Marc Böhm: „Diese Staudenbeete sind unter anderem mit Sommerblühern gespickt worden und bilden so das ganze Jahr über einen Blickfang“. Ein Beispiel: Der Abzweig von Pulverturm- und Warsteiner Straße.

Nicht nur die „Stelzenkinder“ freuen sich über die Blütenpracht: Das neue, bunte Erscheinungsbild ist ein Ergebnis von Überlegungen, die Stadtverwaltung und Integrierter Bau- und Betriebshof (IBB) angestellt haben. Foto: Stadt Meschede

Nicht nur die „Stelzenkinder“ freuen sich über die Blütenpracht: Das neue, bunte Erscheinungsbild ist ein Ergebnis von Überlegungen, die Stadtverwaltung und Integrierter Bau- und Betriebshof (IBB) angestellt haben. Foto: Stadt Meschede

Insgesamt sind rund 1.000 Quadratmeter mit Zwiebelmischungen versehen worden, weitere rund 300 Quadratmeter hat der IBB als Staudenbeete umgestaltet. Außerdem werden in diesem Jahr auch zwei Flächen als Wildblumenwiesen angelegt. Dabei wird der Baubetriebshof zunächst prüfen, ob sich die eingebrachten Produkte als dauerhaft und nachhaltig erweisen.

Welche Mischungen bzw. Stauden sich in Meschede abhängig vom jeweiligen Standort und den klimatischen Bedingungen entwickeln, muss zunächst abgewartet werden. „Unsere Erfahrungen werden dann als Grundlage für weitere Projekte dienen“, betont Marc Böhm. Besonderheit: Alle Maßnahmen, der der IBB bisher durchgeführt hat, waren nur mit einer vergleichsweise geringen finanziellen Belastung verbunden. Denn die ausführende Firma hatte der Stadt Meschede einen Rabatt von 34 Prozent gewährt, weil sie in der Kreis- und Hochschulstadt im Mai 2014 eine Präsentation für Fachpublikum durchführen wird. Auch hat sich der Förderverein Innenstadt Meschede mit seinem 1. Vorsitzenden Reinhard Frommberger mit einer Spende über 5.000 Euro an der Finanzierung der Maßnahmen beteiligt. Bürgermeister Uli Hess freut sich über dieses Engagement: „Das war eine wichtige Voraussetzung, damit wir unsere Grünflächen mit diesem Prrojekt noch attraktiver machen konnten.

Generell, bekundet Marc Böhm, will der IBB noch viele weitere Flächen auch in den Ortsteilen nach dem Vorbild der „bunten Beete“ umgestalten. Allerdings müssen dafür auch die finanziellen Mittel vorhanden sein, unterstreicht der Leiter des IBB: „Deshalb ist eine finanzielle Beteiligung durch Dritte wünschenswert und eine wesentliche Grundlage für weitere Projekte.“ Ein hervorragendes Beispiel für ein solches Engagement hat bereits die Realschule der Stadt Meschede auf dem Ehrenfriedhof in Eversberg gegeben. Schülerinnen und Schüler haben hier im Herbst des vergangenen Jahres von Hand mehrere hundert Narzissenzwiebeln gepflanzt – Marc Böhm: „Die Früchte dieser Arbeit können jetzt besichtigt werden.

Wunsch von Bürgermeister Uli Hess ist es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: „Mit gezielten Überlegungen und bürgerschaftlichem Engagement wird hier etwas erreicht, was allen Einwohnern und Gästen richtig Freude an unserer Stadt schenkt.

Quelle: Stadt Meschede