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Meschede / Eversberg. Von hier aus ist das „Schmuckkästchen“, der historische Eversberger Ortskern, besonders gut zu sehen: Die Mittelstraße. Die Kreis- und Hochschulstadt Meschede saniert zurzeit den Abschnitt der Mittelstraße zwischen Dollenschlucht / Bue und Stadtmauer.

Hintergrund: Der „Zahn der Zeit“ hatte heftig an der Jahrzehnte alten Fahrbahn genagt und vor allem die Kanalisation war stark sanierungsbedürftig, weiß Bauleiter Michael Klauke vom Fachbereich Infrastruktur der Stadt Meschede. Deshalb werden jetzt in einem 1. Bauabschnitt zwischen Dollenschlucht und Baumhofstraße in offener Bauweise Trinkwasserleitung und Kanalisation erneuert, bevor Fahrbahn und Bürgersteige in Angriff genommen werden. Die Fahrbahn wird dabei mit sechs Metern etwas schmaler als zuvor, erläutert Michael Klauke – auf der anderen Seite bietet sich entsprechend mehr Raum für Fußgänger: „Beidseitig wird es dann Bürgersteige geben, die durchgängig auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl genutzt werden können.

Bauleiter Michael Klauke stellt Bürgermeister Uli Hess (re.) und Stadtkämmerer Jürgen Bartholme (li.) die Grundsanierung der Mittelstraße vor. Foto: © Stadt Meschede

Bauleiter Michael Klauke stellt Bürgermeister Uli Hess (re.) und Stadtkämmerer Jürgen Bartholme (li.) die Grundsanierung der Mittelstraße vor. Foto: © Stadt Meschede

Der 2. Bauabschnitt führt dann weiter bis zur Stadtmauer – hier könnte es laut Michael Klauke auch die Möglichkeit geben, mit einem Baumtor noch mehr „Grün“ in den Ortskern zu bringen. Zu untersuchen sein wird, ob sich im Bereich des Neuen Weges möglicherweise Reste des historischen Eversberger Stadttores finden lassen – konkrete Hinweise gibt es darauf jedoch nicht, so Bauleiter Klauke.

Bis Ende Oktober 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Für die Erneuerung des Mischwasserkanals sind Kosten von 123.500 Euro kalkuliert, für die Trinkwasserleitung stehen 36.300 Euro zu Buche. Fahrbahn, Gehweg, Straßenentwässerung und Beleuchtung werden rund 252.200 Euro kosten. In der NRW-Gesetzgebung ist festgelegt, dass bei solchen „Grundsanierungen“ die Anlieger mit einem festgelegten Prozentsatz an den Kosten beteiligt werden müssen. Dafür aber will man bei dem – unstrittig notwendigen – Bauprojekt auch so weit wie möglich auf die Wünsche der Anwohner eingehen. Jüngster Schritt: Die Stadt Meschede hat zwei Muster-Flächen für eine mögliche Gehweg-Pflasterung angelegt – die Anwohner haben sich mehrheitlich für die hellere Variante entschieden.

Quelle: Stadt Meschede