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Meschede. Das Feuerwehrwesen, so Meschedes Bürgermeister Christoph Weber, sei ganz sicher die älteste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative, die es gibt – und damit eine der unabdingbaren Stützen des Zusammenlebens. Für ihr – im wahrsten Wortsinn – mitunter lebenswichtiges Engagement hat diese „Bürgerinitiative“ in der Kreis- und Hochschulstadt nun noch bessere Bedingungen: Nach rund zweieinhalbjährigem Umbau, Erweiterung und Modernisierung wurde das Mescheder Feuerwehrhaus jetzt durch Christoph Weber an Stadtfeuerwehr und Löschzug Meschede übergeben.

Mehr Platz, moderne Ausrüstung, durchdachte Wege beim Start in den Einsatz und bestmögliche Bedingungen für die Feuerwehrarbeit – dies komme im Grunde nicht nur der Freiwilligen Feuerwehr, sondern den Bürgerinnen und Bürgern zugute, so der Bürgermeister. Insgesamt rund drei Millionen Euro hat die Stadt Meschede in dieses Projekt investiert. Der Umbau erfolgte im „laufenden Betrieb“ der Feuerwehr – Christoph Weber dankte den Feuerwehrkameraden für Unterstützung, Geduld und auch konstruktive Kritik während der Bauphase.

Zu einem nicht nur ausreichenden, sondern möglichst optimalen Brandschutz gehöre auch eine ordentliche Sachausstattung. Das Feuerwehrhaus Meschede aus dem Jahr 1965 „hatte seine besten Tage hinter sich“, resümierte Bürgermeister Weber. Die beengten Zustände entsprachen nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften; die Umkleiden der Aktiven befanden sich direkt hinter den Fahrzeugen. Durch den neuen Eingang im rückwärtigen Bereich wird „Querverkehr“ von anrückenden und bereits abfahrenden Feuerwehrkräften vermieden. Zudem wurden ein Lasten- und ein Personenaufzug eingebaut; die neue Fahrzeughalle ist komplett stützenfrei. Christoph Weber: „Barrierefreiheit ist natürlich selbstverständlich.

Gemeinsame Freude über den Abschluss der Umbauarbeiten am Mescheder Feuerwehrhaus: Die Spitzen von Stadt Meschede mit Bürgermeister Christoph Weber, Freiwilliger Feuerwehr mit Wehrleiter Hubertus Schemme sowie die Geistlichen Pater Reinald Rickert OSB und Pfarrer Hans-Jürgen Bäumer. Foto: © Stadt Meschede

Gemeinsame Freude über den Abschluss der Umbauarbeiten am Mescheder Feuerwehrhaus: Die Spitzen von Stadt Meschede mit Bürgermeister Christoph Weber, Freiwilliger Feuerwehr mit Wehrleiter Hubertus Schemme sowie die Geistlichen Pater Reinald Rickert OSB und Pfarrer Hans-Jürgen Bäumer. Foto: © Stadt Meschede

Insbesondere dankte der Bürgermeister den beiden Diplom-Ingenieuren Hubertus Schemme und Dominik Kotthoff für ihre hervorragende Arbeit, Wolfgang Sträter, Leiter des Fachbereichs Ordnung, und seinem Vorgänger Jochen Grawe, dem für die Feuerwehr zuständigen Mitarbeiter Dietmar Rinschede sowie seinem eigenen Amtsvorgänger Uli Hess, dem eine moderne Feuerwehr stets ein besonderes Anliegen gewesen sei. Christoph Weber: „Dieser Bau ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt und in die Menschen, die für sie 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag ehrenamtlich einsatzbereit sind.

Gleichzeitig übergab der Bürgermeister an den Löschzug Meschede ein neues Fahrzeug. Das LF 20 hat mit seinen neun Sitzen Gruppenstärke und verfügt über Allradantrieb. Knapp 250.000 Euro hat die Stadt Meschede in das Vorführfahrzeug investiert; hinzu kommen 22.000 Euro für Ausrüstungsgegenstände.

Pater Reinald Rickert OSB und Pfarrer Hans-Jürgen Bäumer von der Evangelischen Kirchengemeinde Meschede erbaten Gottes Segen für das „neue“ Feuerwehrhaus sowie das in Dienst gestellte Löschfahrzeug. Hubertus Schemme, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in Meschede, dankte Rat und Verwaltung für die Bereitschaft, das nun beendete Großprojekt anzupacken. Mit dem Umbau des Feuerwehrhauses habe man ein wichtiges Ziel für den Brandschutz erreicht und für die Feuerwehr eine funktionale Lösung gefunden. Die Feuerwehr, betonte Hubertus Schemme, sei keine Freizeiteinrichtung für technikbegeisterte Menschen, sondern gehöre zur unverzichtbaren Infrastruktur für unsere Menschen.

Quelle: Stadt Meschede
Foto: © Stadt Meschede