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Meschede / Olsberg / Bestwig. Dass ihr Trinkwasser in bestmöglicher Qualität aus dem Hahn kommt, darauf können die Kunden des heimischen Kommunalunternehmens Hochsauerlandwasser GmbH sich verlassen – ebenso darauf, dass sie für das „Lebensmittel Nr. 1“ einen fairen Preis zahlen. Seit 2006 gibt es bei der HSW stabile Trinkwasserpreise. Nun muss das Versorgungsunternehmen zum Jahreswechsel seine Preise erstmals anpassen. Steigende Kosten, insbesondere in der Trinkwasseraufbereitung, sind hierfür verantwortlich.

Deshalb haben der Aufsichtsrat der HSW und die Geschäftsführung neue Preise beschlossen, die ab dem Jahreswechsel in Kraft treten. Für die Kundinnen und Kunden der HSW ergeben sich Mehrbelastungen zwischen 6 und 7 Prozent. Selbstverständlich falle es nie leicht, Preise zu erhöhen, so Christoph Rosenau, kaufmännischer Geschäftsführer der HSW. Seit neun Jahren habe das Unternehmen die Preise für seine Kundinnen und Kunden nicht erhöhen müssen. Die Vereinheitlichung des Verbrauchspreises in den drei Gesellschafterkommunen und auch die Umstellung auf das Systempreismodell seien erlösneutral gewesen – Christoph Rosenau: „Bei allen bisherigen Einschnitten in die Preisstruktur hat die HSW keine Mehrerlöse erzielt. Ziel war es stets, möglichst faire und an den Kosten orientierte Preise festzusetzen.

Doch bereits bei der Umstellung auf den Systempreis zum 1. Januar 2014 hatte die HSW darauf hingewiesen, dass der Kostendruck steige – „zum Beispiel durch immer höhere Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser und Investitionen in die Technik, die zur Trinkwasseraufbereitung nötig ist“, so Robert Dietrich, technischer Geschäftsführer der HSW. Trotz „sparsamen Wirtschaftens“ sei nun der Punkt gekommen, wo man auf eine solche Entwicklung auch bei der Preisgestaltung reagieren müsse, erläutern die HSW-Geschäftsführer.

Allerdings: Auch jetzt komme man mit einer durchaus moderaten Preiserhöhung aus, so Christoph Rosenau. Denn während z. B. der Verbraucherpreisindex seit 2006 um rund 13 Prozent angestiegen ist und auch die Tariflohnsteigerungen im deutlich zweistelligen Bereich liegen, bleibe man bei der HSW bei einer Steigerungsrate von unter 7 Prozent.
Konkret beträgt der Brutto-Verbrauchspreis pro Kubikmeter Trinkwasser ab dem 1. Januar 2016 dann 1,34 Euro. Der Systempreis für ein Gebäude mit einer Wohneinheit liegt bei 137,39 Euro brutto; für ein Gebäude mit zwei Wohneinheiten werden 186,61 Euro fällig. In einer Beispielrechnung kämen damit auf HSW-Kunden, die in einem Gebäude mit einer Wohneinheit leben und einen Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Trinkwasser haben, jährliche Mehrkosten von 20,23 Euro zu – das entspricht 1,69 Euro im Monat.

Auch die Preisstaffelung für Gewerbekunden und der Servicepreis, der für gesonderte Dienstleistungen (z.B. Groß- und Verbundwasserzähler etc.) fällig wird, erfahren eine moderate Anpassung. Christoph Rosenau: „Wir sind davon überzeugt, dass auch die neuen Preise und Regelungen für unsere Kundinnen und Kunden fair und wirtschaftlich sind.

Das gilt im Übrigen ebenso für die ab 2016 geltenden Hausanschlusskostenpauschalen für Neubauten. Auch sie wurden erstmals seit 2006 neu kalkuliert und angepasst. Der Standardhausanschluss kostet künftig einmalig brutto 1.712,00 Euro. Zudem wurden einige Regelungen zur Ausleihe von Standrohren, zur Einbringung von Eigenleistungen bei Neuanschlüssen und zum Ausbau von Wasserzählern modifiziert.

Zu unternehmen brauchen HSW-Kundinnen und Kunden übrigens nichts: Für die Abschlagszahlungen des Jahres 2016 werden die neuen Preise automatisch zugrunde gelegt – auf Basis des Jahresverbrauchs 2015. Die entsprechenden Ablesekarten zur Zählerselbstablesung versendet die HSW wie üblich Ende November. Schon jetzt finden Interessierte weitere Informationen zu den neuen Preisen des heimischen Trinkwasserversorgers unter www.hochsauerlandwasser.de im Internet.

Quelle: Hochsauerlandwasser GmbH