Print Friendly, PDF & Email

Meschede. Einen Einblick in das Förderprogramm „Altengerechte Quartiersentwicklung“ erhielten rund 70 interessierte Bewohner und Bewohnerinnen des Wohngebiets rund um die Hardt, die Nördelt und die Hünenburg. Das Programm wurde von der Kreis- und Hochschulstadt Meschede und dem DRK Soziale Dienste Meschede dieses Jahr in die Wege geleitet.

Ziel ist es, gemeinsam mit den Bewohnern und Bewohnerinnen einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln und diesen in den folgenden drei Jahren umzusetzen.Stadt und DRK erhoffen sich, mit der Umsetzung im Quartier „Hünenburg“ ein zukunftsweisendes und generationsübergreifendes Vorzeigeprojekt zu schaffen, das auf weitere Stadtgebiete übertragen werden kann.

Bürgermeister Christoph Weber und Dr. Hasan Sürgit, Geschäftsführer des DRK Soziale Dienste Meschede, begrüßten die Gäste und legten die Bedeutung des Vorhabens dar. Anna Schewerda vom Landesbüro altengerechte Quartiere NRW erläuterte die formellen Inhalte des Förderprogramms. Sie hob hervor, dass das Projekt generationsübergreifend angelegt ist und alle Menschen von jung bis alt einschließt.

70 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zum ersten Informationsabend. Foto: © Stadt Meschede

70 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zum ersten Informationsabend. Foto: © Stadt Meschede

Projektmitarbeiterin Kerstin Panek stellte den Bezug zur Praxis und somit zum Vorhabengebiet Hünenburg her. Sie motivierte die Bewohner und Bewohnerinnen dazu, erste positive aber auch negative Gedanken zu dem Wohngebiet zu formulieren. Es wurde rege diskutiert. Gelobt wurde unter anderem die herzliche Willkommenskultur bei Zuzügen. Auf Kritik hingegen stieß die wegbrechende Nahversorgung.

In Zukunft sollen die Bewohner und Bewohnerinnen den Entwicklungsprozess mitgestalten und ihr Wissen und ihre Ideen einbringen. Deren Meinung wird ab im neuen Jahr zunächst über eine Mischung aus Fragebögen und Interviews abgefragt. Ein wichtiger Wegbegleiter ist dabei der Seniorenbeirat, der mit seinen lokalen Kenntnissen Kerstin Panek während der dreijährigen Projektlaufzeit mit Rat und Tat zur Seite steht.

Beim Projekt Hünenburg geht es nicht um den Umbau des Viertels, sondern um ganz konkrete Hilfen, um das Bestehende zu verbessern. Das Miteinander soll in den Mittelpunkt rücken. Hilfen zur Selbsthilfe sind ein wichtiges Thema, ebenso ehrenamtliche Unterstützung für Bewohner jeden Alters. Vernetzt werden sollen die verschiedenen Angebote. Aber auch Angebote wie etwa den Bringservice von Geschäften will man zusammentragen und so allen Bewohnern bekannt und zugänglich machen. Ansprechpartnerin für Ideen und Vorschläge im Rahmen des Projektes Hünenburg ist Kerstin Panek, Telefon 0291/292124.

Quelle: Stadt Meschede