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Meschede. Der Lärmaktionsplan der Stufe 2 für das Jahr 2013 steht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaft am Donnerstag [04. Juli 2013] um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Mescheder Rathauses.

Die Lärmbelastung in Städten und Gemeinden hat in den vergangenen Jahren bundesweit zugenommen. Das Europäische Parlament und der Europarat haben es sich auf die Fahnen geschrieben, die gesamte Lärmbelastung zu verringern. Nach 2008 muss nun zum zweiten Mal ein Aktionsplan erstellt werden. Zu Grunde liegen dafür Lärmkarten, die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen erarbeitet worden sind.

Zu laut ist es demnach in zwei Bereichen im Mescheder Stadtgebiet: In der Kernstadt Meschede ist der Lärmpegel an Teilstücken der L743 und der B55 zu hoch – von der Ortseinfahrt im Mescheder Norden bis hinunter zur Antoniusbrücke, weiter in Richtung Brilon bis zum Netto-Markt sowie an der Steinstraße bis zum Abzweig Remblinghauser Straße. Zudem wurde die L743 in Bockum und Freienohl sowie die L541 in Olpe in den Lärmaktionsplan aufgenommen – also die gesamte Strecke von der Autobahnanschluss-stelle Wennemen bis zum Abzweig Richtung Olpe und weiter bis zum Abzweig der Frenkhauser Straße.

Knackpunkt: Die Stadt Meschede ist verpflichtet, einen Lärmaktionsplan für diese Straßenabschnitte aufzustellen. Da die betreffenden Straßen jedoch der Verantwortung des Bundes bzw. des Landes Nordrhein-Westfalen unterliegen und vom Landesbetrieb Straßenbau.NRW verwaltet werden, sind die Handlungsmöglichkeiten der Stadt stark eingeschränkt. Sie kann lediglich Vorschläge für diese beiden lärmbelasteten Bereiche entwickeln. Was davon umgesetzt wird, entscheidet der Landesbetrieb Straßenbau.NRW. So käme auf beiden Strecken der Einbau lärmarmer Deckschichten als Straßenoberfläche – auch Flüsterasphalt genannt – in Frage.

Auch für eine mögliche Optimierung der „Grünen Welle“ wäre der Landesbetrieb Straßenbau.NRW verantwortlich: Durch Ampelschaltungen könnte der Verkehrsfluss gleichmäßiger gestaltet werden. Für die Schallisolierung ihrer Häuser sind die Eigentümer jeweils zuständig. In Einzelfällen gewährt das Land NRW bei einer sehr hohen Verkehrs-belastung dafür Zuschüsse. Mangels alternativer Trassen kann es weder Lkw-Verbote noch die Umlenkung von Verkehrsströmen geben. Selbst Tempo 30 wäre auf beiden Strecken aufgrund der überregionalen Bedeutung nicht realisierbar.

Endgültig entscheiden wird der Rat der Stadt Meschede in seiner Sitzung am Donnerstag, 11. Juli, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses über den Entwurf des Lärmaktionsplanes.

Quelle: Stadt Meschede