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Meschede / Hochsauerlandkreis. Bei immer schwerer werdenden Rahmenbedingungen und enormen Wettbewerb, fällt es mittelständischen Unternehmern auch im Hochsauerland immer schwerer, sich erfolgreich am Markt zu positionieren und gleichzeitig dabei noch ein ausgefülltes Privatleben zu haben. Der BVMW, Bundesverband mittelständische Wirtschaft, bietet mit seinen Veranstaltungsreihen auch Referate, die Lösungen für diese Problematik aufzeigen.

Am Mittwoch [18. Mai 2016] folgten 20 Unternehmerinnen und Unternehmer der Einladung in das Ford Autohaus Witteler in Meschede. Referent und Coach Andreas Schmaler von „Charisma“ aus Frankenberg motivierte die Anwesenden dazu, zwei Stunden mal aus der Adlerperspektive auf ihr eigenes Unternehmen zu blicken. „Versuchen Sie doch mal, jetzt den Stress des Alltags zu vergessen und von oben auf Ihre Firma zu schauen“.

Anhand einiger Beispiele zeigte es sich, dass die alte Volksweisheit „Wie der Herr, so´s Gescherr“ nach wie vor in vielen Bereichen des Lebens, der Mitarbeiterführung und Kundenansprache bestand hat und es auf den Punkt bringt. „Wie ist die Grundstimmung im Unternehmen? Was wollen Sie positiv verändern? Gehen Sie mit Leidenschaft an die Arbeit und lassen Sie das auch die Mitarbeiter spüren? Seien Sie ehrlich & authentisch!“ Schmaler appellierte, sich und dem Unternehmen ein Leitbild zu geben, in dem Visionen, Werte und Ziele gelebt werden, um so Kunden zu begeistern.

BVMW-Businesslunch bei Ford Witteler in Meschede: Andreas Schmaler (Charisma), Peter Staudt (BVMW) und Dieter Schenke (Auto Witteler). Foto: © Christoph Kloke / BVMW

BVMW-Businesslunch bei Ford Witteler in Meschede: Andreas Schmaler (Charisma), Peter Staudt (BVMW) und Dieter Schenke (Auto Witteler). Foto: © Christoph Kloke / BVMW

Mitarbeiter sollten als „interne Kunden“ gesehen werden, die hinter den Produkten stehen sollten. „Machen Sie Kunden und Mitarbeiter zu Ihren Fans“, so Schmaler. Gerade weil der Zeitgeist nach dem Motto „freizeitorientierte Schonhaltung a la Robinson“, sprich, „alle warten auf Freitag“, tickt, sollte ein erfolgreiches Unternehmen eben genau anders funktionieren. „Mitarbeiter sollten Bock drauf haben, etwas zu leisten, mit Leidenschaft und Spaß im Beruf sein. Das geht mit Ihrem Vorbild, mit gelebter Herzlichkeit, nicht zu verwechseln mit gelernter, aufgesetzter, Freundlichkeit und Prozessen, die alle kennen und verstehen.

Mitarbeiter sollten immer wissen, was wie zu tun ist, wenn was zu tun ist. Eigentlich banal, aber immer wieder ein akutes Problem, was im Zweifel Kunden verunsichert und der Außendarstellung schadet.

Die Firma Witteler lässt sich seit acht Jahren in ihren Prozessen durch Andreas Schmaler unterstützen und beraten. „Wir haben das Rad sicherlich nicht neu erfunden, aber es ist eine neue Struktur entstanden und wir sind viel näher dran am Kunden und in allen Prozessen“, bewertet Geschäftsführer Dieter Schenke die positive Erfahrung mit nachhaltig gelebten und von Emotionen geprägten neuem Leitbild.

Ein Vorbild für andere, es auch so zu machen. Und wie heißt es so schön: „Besser fehlerhaft begonnen, als perfekt verzögert“. Viel Erfolg!

Quelle: Christoph Kloke / BVMW