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Meschede. Eine Bühne bieten für Talente aus der Region – ob Musik, Poesie oder Theater: Das steht ganz oben auf der Wunschliste Jugendlicher. Dazu kommt die Idee, neue Kommunikationswege zu nutzen, das Kulturangebot insgesamt mehr auf junge Erwachsene auszurichten. Bei der Veranstaltung „Jugend macht Kultur“ in der Stadthalle Meschede im Rahmen des Prozesses zur Erstellung eines Kulturkonzepts 2020 für die Stadt wurde in drei Workshops lebhaft diskutiert – 60 junge Mescheder und Kulturveranstalter aus der Region waren dabei. Viele kreative Ideen und Anregungen zeigten, dass Jugendlichen sehr wohl etwas am kulturellen Angebot in ihrer Stadt liegt.

Der Blick auf das Kulturprogramm machte das größte Problem deutlich: 25 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, 100 für Erwachsene, fünf für junge Erwachsene. Es mangele eindeutig am altersgerechten Angebot, brachte es Gisela Bartsch, Leiterin des Fachbereichs Generationen, Bildung, Freizeit der Stadt Meschede, auf den Punkt. Das Ergebnis der Umfrage unter 14- bis 25-Jährigen, die Mitarbeiterin Anne Wiegel vorstellte, bestätigte das. Das vorhandene Angebot wird nur wenig genutzt, weil Vieles junge Leute nicht anspricht.

Ein positives Beispiel der Förderung von Musikern aus der Region stellte Anna-Kathrin Dietrich vom Projekt „create music“ kurz vor: Ob Vernetzung innerhalb Südwestfalens (www.bandnetzsuedwestfalen.de), Workshops oder eigene Veranstaltungen – dabei werden stets lokale Musiker oder Bands in den Fokus gerückt.

In drei Workshops wurden Wünsche und Vorschläge gesammelt. Eine Bühne für Jedermann sowohl für Musiker als auch für Theater, Poetryslam oder als Talentschuppen für Künstler jeglicher Art wurde mehrfach genannt. Angeregt wurde zum Beispiel, bei „Meschede live“ auf dem Stiftsplatz auch die Zielgruppe der jungen Erwachsenen bei der Bandauswahl zu berücksichtigen. Eine Veranstaltung in der Badebucht am 1. Mai wurde ebenso gewünscht wie ein Festival lokaler Bands, ein Schreibwettbewerb oder Kunst-Mitmach-Angebote.

Auch die Kommunikationswege müssten überdacht werden, wurde gefordert. Mit einer Meschede-App als Multiplikator, über WhatsApp, Instagram oder Facebook könne man Jugendliche besser erreichen. Doch auch Plakate und Banner werden als Informationsquelle geschätzt – wenn sie denn übersichtlich und klar gestaltet sind. Auch die Schulen spielen eine wichtige Rolle bei der Weitergabe von Veranstaltungshinweisen.

Quelle: Stadt Meschede