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Meschede / HSK. Die Junge Union NRW hat sich auf dem JU-NRW-Tag in Paderborn für einen bürgerfreundlicheren Ausbau der Windenergie ausgesprochen. Die Jugendorganisation stimmte einem Antrag zu, in dem gefordert wird, dass die Städte und Gemeinden die Verantwortung über den Ausbau der Windenergie bekommen sollen.

Außerdem fordert die Junge Union auf ihrer Landesversammlung, dass auch das Land NRW von einer Klausel Gebrauchmachen soll, mit der Mindestabstände der Windkraftanlagen von Wohnbauflächen festgelegt werden können. Damit sollen gerade die Bürger im ländlichen Raum unterstützt werden. Auch der Kreisvorsitzende der Jungen Union Hochsauerland, Thomas Becker, stimmte dem Antrag zu: „Die Energiewende ist nur gemeinsam mit den Menschen möglich. Rot-Grün versucht aber über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden. So geht es nicht.“

Ebenso sprach sich die JU mit dem Antrag gegen den Bau von Windkraftanlagen in Wäldern aus. Damit würde das Ökosystem zu sehr gestört. Die JU NRW lehnt damit entsprechende Auszüge aus dem Landesentwicklungsplan ab. Außerdem fordert die JU, dass Beeinträchtigungen für die Bürger verhindert werden. Die Junge Union machte dabei insbesondere auf Infraschall, also nicht hörbare Luftschwingungen, und dauerhafte Lichtsignale aufmerksam.

Die rot-grüne Landesregierung hatte in ihrem Landesentwicklungsplan im Gebiet der Bezirksregierung Arnsberg eine Fläche von 18.000 Hektar als Vorrangzone für Windkraftanlagen festgelegt. Dieses Gebiet ist etwa so groß wie 25.210 Fußballfelder und damit nicht viel kleiner als das Stadtgebiet von Arnsberg oder Sundern. Auch im Kreistag führte diese Festlegung im Landesentwicklungsplan schon zu Diskussionen.

Quelle: Junge Union Hochsauerland