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Meschede. Denkmale mahnen und erinnern – und sie sind immer Zeugen lebendiger Geschichte vor Ort: Der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag [08. September 2013] steht unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: unbequeme Denkmale“.

Bundesweit werden für alle Interessierten mehr als 7000 Kulturdenkmale in mehr als 2000 Städten und Gemeinden ihre Pforten öffnen. Auch einige Baudenkmäler in der Stadt Meschede sind dann zu sehen.

Heimatmuseum Eversberg, Mittelstraße 12
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Ein schlichtes anderthalbgeschossiges giebelständiges Fachwerkhaus mit Mitteldeele und schmuckverschieferter Straßenfront; Datierungen 1756 und 1762.

Rathaus Eversberg, Mittelstraße 1
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Der prachtvolle eingeschossige Fachwerkbau über hohem durchfensterten Untergeschoss besitzt ein malerisches Mansardwalmdach, Schwellhölzer und Eckständer, die beschnitzt und farbig gefasst sind.

Pfarrkirche St. Johannes Eversberg
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Eine dreistöckige Hallenkirche mit wuchtigem Westturm und frühgotischem Chor von einem Joch mit fünfseitigem Schluss. Aus der reichen Barockausstattung hebt sich der 1720 errichtete Hochaltar hervor.

Kapelle St. Lucia, Eversberg, Marktstraße 2
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1739, kleiner gewölbter Saal mit 3/8 Schluss und Dachreiter. Einfacher Altar aus der Erbauungszeit. Satteldach mit verschiefertem Giebel und Dachreiter.

Burgruine Eversberg
Bei dem Bau- und Bodendenkmal handelt es sich um die heute nicht mehr sichtbaren Reste der Burg. In dem restlichen Burgplatz neben der aufgehenden Turmruine stecken weitere Bebauungsspuren (Fundamente) und die Ringmauer. Burg (und Stadt) Eversberg wurden im Jahr 1242 vom Grafen Gottfried III. von Arnsberg gegründet. Das Amt Eversberg und damit Burg und Stadt entwickelten sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem wichtigen Verwaltungszentrum.

Markes Haus
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
„Markes Haus“ ist ein verschiefertes, zweigeschossiges Fachwerkgiebelhaus mit Krüppelwalmdach, mit einer qualitätvollen, klassizistischen Haustür aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude wird am 7. September 2013 beim „Hartwittenmarkt“ als Kulturzentrum eröffnet.

Wassermühle Calle
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Fachwerkbau unter geschiefertem Walmdach; im Nebengebäude Gatter mit Turbine, Turbinenschacht, Transmission, Excenterantrieb, Horizontalgatter und Gatterwagen, Oberwasser als Stauteich.

Kath. Pfarrkirche St. Severinus Calle, Severinusplatz 2
geöffnet von 11 bis 17 Uhr, um 14 Uhr findet eine fachkundige Kirchenführung statt.
Im Jahr 1042 wurde die Kirche dem Stift Meschede geschenkt, der jetzige Bau ist eine dreischiffige Hallenkirche, 1853 – 1858 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet, Hochaltar von 1636, romanische Madonna auf dem Rosenkranzaltar von 1250.

Die Eversberger Altstadt mit der Burgruine - auch sie ist Bestandteil des „Tags des offenen Denkmals“. Foto: Stadt Meschede

Die Eversberger Altstadt mit der Burgruine – auch sie ist Bestandteil des „Tags des offenen Denkmals“. Foto: Stadt Meschede

Kapelle auf der Schlade, Calle, an L 840 ca. 600 Meter östlich von Calle
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Achteckige Kapelle aus Naturstein mit geschweiftem Schieferdach und geschlossenem Tambour mit Glockendachabschluss von 1727, Barockaltar aus der Entstehungszeit.

Benediktinerabtei Königsmünster,Meschede, Klosterberg 11
geöffnet von 11 bis 17 Uhr, Führungen finden um 11 und 15 Uhr statt.
Auf einer Anhöhe nördlich der Stadt gelegenes Kloster, 1928 gegründet. Die Kirche wurde 1960 – 64 nach Plänen von Hans Schilling aus Köln erbaut. Es ist ein burgartiger, streng gegliederter Bau mit Vorhof, zwei Türmen, fünfseitigem Gemeindehaus und Chor auf parabelförmigem Grundriss.

Kath. Pfarrkirche St. Walburga Meschede
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Ehemals Kirche des Damen- und späteren Kollegiatsstiftes, Weihe unter dem Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg (1168-91). Der Bau ist eine langgestreckte dreischiffige Hallenkirche von sechs Jochen mit halbrunder Apsis, Ostkrypta und vorspringendem Westturm, 1663/64 auf den Fundamenten und unter Verwendung von Bauteilen einer um 900 entstandenen kreuzförmigen Basilika errichtet.

Kapelle zu den 14 Nothelfern, Remblinghausen, Sägemühle
geöffnet von 11 bis 17 Uhr

Sägemühle Schulte, Remblinghausen, Sägemühle 13
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Die Ursprünge gehen ins 13./14. Jahrhundert zurück, weitgehend erhalten ist der Neubau von 1809.

Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede, Kampstraße 8
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Nach der Grundsteinlegung am 22. August 1878 wurde die Synagoge am 15. und 16. August 1879 eingeweiht. In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 Uhr wurde das Gotteshaus geschändet und beschädigt. 1991 erwarb die Stadt Meschede das Gebäude, am 9. Mai 1999 konnte es als Erinnerungsstätte an die frühere Jüdische Gemeinde und als Bürgerzentrum eingeweiht werden.

Wasserhochbehälter Schultenkampstraße, Meschede
geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Der in den Hang gebaute Erdhochbehälter stammt aus dem Jahr 1895. Das Eingangsportal ist in neugotischen Formen aus Backstein gestaltet; ein Vorraum und zwei Wasserkammern schließen sich an.

Quelle: Stadt Meschede