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Meschede. Ganz tief eintauchen in die Mescheder Geschichte, aber auch ganz tief eintauchen in den Hennetunnel – all das beim „HenneWandel“ am Samstag und Sonntag [30. und 31. Juli 2011] in Meschede möglich. Nach dem – trotz eher bescheidener Witterung – erfolgreichen Auftakt mit „HenneErleben“ zieht die Veranstaltungsreihe nun weiter in die Mescheder Innenstadt – und hält für Einheimische wie Besucher Entdeckungen, Geheimnisse, Geschichte und Geschichten bereit.

Etwa beim Mittelaltermarkt: „Im historischen Umfeld des Stiftsplatzes spüren die Gäste das Stadtleben, wie es vor 1.000 Jahren war – mit Gauklern, Akrobaten, Händlern und Rittern“, so Andreas Marx, Geschäftsführer des Mescheder Stadtmarketings. „Ob Schloss und Riegel vom Schmied für Eure Kemenate, hülzernes Gespiel für die lieben Kindelein oder gar feiner Zierrat und Geschmeide für das holde Wibsvolk unter Euch, für all dies und noch viel mehr will gesorget sein“, kündigen die Händler an. Bei Schwert- und Ritterkämpfen fechten die tapferen Recken gar manchen Strauß aus. Geöffnet ist der Markt am Samstag [30. Juli 2011] von 11 bis 21 Uhr, sowie am Sonntag [31. Juli 2011] von 12 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro; Kinder „unter Schwertmaß“ sind kostenlos dabei.

Der „HenneWandel“ macht vergangene Jahrhunderte wieder lebendig. Foto: Kramer Zunft und Kurtzweyl

Den „HenneWandel“ wörtlich nehmen können Interessierte bei den Führungen durch den Hennetunnel am Winziger Platz. Die stündlichen Exkursionen, die am Eingang Fritz-Honsel-Straße starten, vermitteln nicht nur einen Eindruck von der „Mescheder Unterwelt“, durch die die Henne zurzeit fließt – „,Hennegänger‘ können auf diese Weise auch bereits erahnen, wie das geöffnete Flussbett die Mescheder Innenstadt verändern wird“, lädt Meschedes Bürgermeister Uli Hess ein.

Und auch sonst prägen Geschichte, Gegenwart und Zukunft an diesem Wochenende die Mescheder Innenstadt. An vielen Stellen finden Einheimische und Besucher Tafeln mit interessanten Fotos und Informationen aus der Stadtgeschichte. Das historische Gebäude Gutenbergstraße 6 wird zu einem Kunst- und Kulturhaus – mit Gartencafé, vor allem aber mit einer Ausstellung von Heimatbund, Frauengeschichtswerkstatt, Stadt-archiv, dem Städtischen Kindergarten Grevenstein, dem Blindenaltenheim, Werken von Ingrid Bechtloff, Susanne Klinke, Ernst Köster und Christoph Mause sowie dem historischen Filmdokument „1.000 Jahre Meschede“.

Am Wochenende findet auf dem Stiftsplatz ein großer Mittelaltermarkt statt. Foto: Kramer Zunft und Kurtzweyl

Ebenso öffnet das alte Bierhaus Koch an der Steinstraße noch einmal seine Pforten: Neben frischem Gerstensaft gibt es hier einen Original-Oldtimer der Brauerei Veltins. Der Verein „Seniorenwinkel“ lockt im Geburtshaus Leisse an der Warsteiner Straße am Sonntag ab 11 Uhr mit Eisenbahngeschichte, der größten Modelleisenbahn des Wennetals – und frischen Waffeln. Über viele Jahrzehnte wurde die Mescheder Innen- stadt mit Trinkwasser aus dem Hochbehälter in der Schultenkampstraße versorgt – der Heimatbund inszeniert das historische Gebäude am Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr mit einer 3-D-Visualisierung.

Über 600 Schülerinnen und Schüler der heimischen Schulen haben sich im Rahmen des städtischen Schülerwettbewerbs „Meschede war – ist – wird“ Gedanken um Vergangenheit und Zukunft ihrer Stadt gemacht. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – Eltern, Freunde, Verwandte und alle anderen Interessierten haben am Samstag und Sonntag in der Stadthalle Gelegenheit, sie in einer Ausstellung „unter die Lupe“ zu nehmen. Die Preisverleihung findet am Samstag um 15 Uhr ebenfalls in der Stadthalle statt.

Meschede-Besucher müssen sich zudem keine Gedanken machen, wo sie beim Henne-Wandel ihren fahrbaren Untersatz abstellen: Das Parkhaus Stiftscenter hat sowohl am Samstag wie auch am Sonntag geöffnet. Weitere Informationen gibt es zudem unter www.stadtmarketing-meschede.de im Internet sowie auf einem Flyer, der im Rathaus sowie in zahlreichen Geschäften zur Mitnahme bereit liegt.

Quelle: Stadt Meschede