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Meschede. Die Resonanz war groß, die Beurteilung gut: Um die Offene Ganztagsschule (OGS) ging es in einer Umfrage der Stadt Meschede. Im Ausschuss für Generationen, Bildung, Freizeit und Soziales wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Derzeit besuchen 195 der 1122 Grundschüler die OGS, macht 17,38 Prozent. Landesweit liege die Quote zwar bei über 40 Prozent, erläutert Fachbereichsleiterin Gisela Bartsch. Doch in ländlichen Regionen sei die Quote ähnlich wie in Meschede.

Über ihre Kinder bekamen die Eltern von 1.122 Grundschülern den Fragebogen. Zusätzlich wurden noch 247 Eltern von künftigen Schulkindern in den 16 Kindergärten im Stadtgebiet einbezogen. Der Rücklauf war enorm: 751 Bögen wurden zurückgegeben. Das entspricht einer Quote von 54,86 Prozent. Bezogen auf die Grundschulen ergab sich sogar ein Rücklauf von 60,60 Prozent.

Nicht nur die Eltern jener Grundschüler, die bereits eine OGS besuchen, antworteten: 530 Fragebögen kamen von Familien, deren Kind nicht die OGS besucht, zurück. Abgefragt wurde dabei auch, warum die Kinder keine OGS besuchen. 68 Prozent werden zu Hause betreut, 19 Prozent in der „Schule von 8 bis 13 Uhr“, 3 Prozent in der „Schule 13+“, weitere 3 Prozent im Kinderhort. 7 Prozent der Eltern kreuzten Sonstiges an – und erklärten, die Kinder würden durch Großeltern oder andere Verwandte, Kinderfrau, Tagesgruppe, Bekannte oder Tagesmutter betreut.

Besonders häufig wurde genannt, dass die OGS zu lang und zu unflexibel seien – denn dort müssen die Kinder , so schreibt es das Land NRW vor, regelmäßig an fünf Tagen die Woche erscheinen. Für den OGS-Besuch entschieden sich fast 120 Eltern wegen ihrer Berufstägigkeit. Oft genannt wurden auch Hausaufgaben- und Ferienbetreuung sowie die Förderung des Sozialverhaltens.

Bewertet wurde auch nach Schulnoten: Im Schnitt eine 2,13 gab es für die Öffnungszeiten von 8 bis 16 Uhr. Die Größe der Räume wurde mit einer glatten 2 bewertet, ebenso die Ausstattung der Räume. Für die Kompetenz der Mitarbeiter vergaben die Eltern eine 2,04. Die Anzahl der Mitarbeiter wurde mit der Note 2,18 bewertet.

Nachbesserungsbedarf sehen die befragten Eltern bei der Elternarbeit der OGS (Note 2,66), der Möglichkeit der Einflussnahme der Eltern (Note 2,67). Die Hausaufgabenbetreuung erhielt die Note 2,38. Für die Vielfalt der Workshops gab es insgesamt eine 2,46. Die Qualität der Workshops bewerteten die Eltern mit 2,17. Besonders gut kam das Ferienprogramm mit der Gesamtnote 1,86 weg.

Verbesserungsmöglichkeiten sehen 33 der Umfrageteilnehmer bei der Hausaufgabenbetreuung, 34 durch längere Betreuungszeiten, 19 durch flexiblere Betreuungszeiten. Mehr qualifziertes Personal wünschen sich 22 Eltern, mehr und andere Workshops 24. „Keine Verbesserung nötig“ kreuzten 35 Befragte an.

Vertretern der Offenen Ganztagsschulen wurde das Ergebnis der Umfrage bereits vorgestellt. Ihre Hausaufgabe für die nächsten vier Wochen: Sie sollen sich Lösungen überlegen, wie die Arbeit in den OGS noch weiter verbessert werden könnte. Beim nächsten Treffen in einem Monat werden diese Ideen dann vorgestellt. Der Ausschussfür Generationen, Bildung, Freizeit und Soziales wird darüber nach der Sommerpause informiert.

Im laufenden Schuljahr wurden nicht alle OGS-Plätze belegt. Ab August 2015, also im kommenden Schuljahr, zeichnet sich wie bereits in den Vorjahren eine komplette Auslastung ab.

Quelle: Stadt Meschede