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Meschede. Das Gewerbegebiet Enste-Nord nimmt Schritt für Schritt Gestalt an – baulich, aber auch wirtschaftlich. Jetzt hat ein Spezialunternehmen dem Enster Bach im Bereich der zukünftigen Straßenführung ein „neues Bett gebaut“. Auch die erste Fläche des neuen Gewerbegebietes ist bereits verkauft – „und mit weiteren Interessenten befinden wir uns in sehr konstruktiven Gesprächen“, so Wirtschaftsförderer Andreas Marx.

Das „neue Bett“ des Enster Bachs besteht auf einer Länge von 23 Meter aus 2,50 Meter hohen und 2,50 Meter breiten Kastenprofilen, durch die das Gewässer künftig von Norden kommend Richtung Ruhr fließen wird. Hintergrund: Die Straße „Steinwiese“, die das Gewerbegebiet von der Enster Straße aus erschließen wird, muss den Enster Bach queren – „und deshalb entsteht an dieser Stelle ein Rahmendurchlass, durch den der Bach dann fließen kann“, so Andreas Fresen vom Fachbereich Infrastruktur der Stadt Meschede, der das Bauprojekt leitet.

Nachdem der Bach zunächst umgeleitet worden ist, hat das beauftragte Bauunter-nehmen jetzt mit Hilfe eines 60-Tonnen-Krans die Kastenprofile an Ort und Stelle gehievt – jedes der insgesamt zwölf Elemente wiegt 16 Tonnen. Allerdings: Diese gewaltigen Profile sind auch für den vergleichsweise kleinen Enster Bach notwendig, weiß Andreas Fresen. Grund ist der Hochwasserschutz: „Die Elemente sind so bemessen, dass der Bach auch bei einem Jahrhunderthochwasser noch genug Platz hat.“ Zudem wird der Bodenbereich des Rahmendurchlasses mit Kies und Gestein ausgelegt. Man wolle den Bachgrund so naturnah wie möglich gestalten, erläutert Andreas Fresen: Zum einen senkt das die Fließgeschwindigkeit, zum anderen schafft das Gestein Lebensräume für Wasserbewohner und ökologische Durchgängigkeit.

 

Neuer Rahmendurchlass für den Enster Bach „unter der Lupe“: (v.re.) Bürgermeister Uli Hess, Wirtschaftsförderer Andreas Marx, Melanie Schreckenberg (Wirtschaftsförderung HSK), Bauleiter Andreas Fresen und Jochen Grawe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Foto: Stadt Meschede

Die nächsten Schritte: Bevor die Straße „Steinwiese“ entstehen kann, muss zunächst das Gelände aufgefüllt werden. Parallel erfolgen die Arbeiten an Versorgungsleitungen und Geländeentwässerung. Dank der günstigen Witterung liege man sehr gut im Zeitplan, so Andreas Fresen: „Und auch die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten klappt hervorragend.“ Im Herbst, so schätzen die Verantwortlichen von Stadt Meschede und Wirtschaftsförderung, könnten dann die ersten Unternehmen das neue Gewerbe-gebiet Enste-Nord nutzen.

Und ein Kaufvertrag ist bereits unterschrieben: Ein Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau hat eine Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern erworben, um sich in Enste-Nord zu erweitern. Die Voraussetzungen dazu seien ideal, meint Wirtschafts-förderer Andreas Marx: Neben der günstigen Geländebeschaffenheit und der optimalen Anbindung an die Autobahn könne man individuell auf Wünsche und Bedürfnisse der Unternehmen eingehen: „Wir sind uns im Vermarktungsteam einig: Es macht nur Sinn, eine Fläche zu übergeben, wenn sie auch wirklich nach den neuesten Standards eingerichtet ist. Um die bestmögliche Infrastrukturausstattung gewährleisten zu können, ist eine sorgsame Umsetzung der Planungen von höchster Bedeutung.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Hochsauerlandkreises registriert Andreas Marx reges Interesse an dem neuen Gewerbegebiet: „In den nächsten Wochen werden wir zusammen Rundum-Sorglos-Pakete schnüren, die jede Ansiedlungsanfrage passgenau beantworten.“ Das neue Gewerbegebiet umfasst 18 Hektar Fläche. Sie ist in 14 Baufelder zwischen 4.800 und 25.600 Quadratmetern aufgeteilt. „Die Flächen sind aber teilbar bis zu einer Grundstücksgröße von mindestens 2.000 Metern“, so Melanie Schreckenberg von der Wirtschaftsförderung des Hochsauerlandkreises: „So können wir den Wünschen der interessierten Firmen optimal entgegenkommen.

Den Bau des neuen Rahmendurchlasses für den Enster Bach nutzte jetzt auch Bürgermeister Uli Hess, um gemeinsam mit seinem Allgemeinen Vertreter Jochen Grawe sowie dem Team aus Fachbereich Infrastruktur, Stadtmarketing sowie Wirtschaftsförderung HSK die Bauarbeiten „unter die Lupe“ zu nehmen. Die Arbeiten am neuen Durchlass seien ein erster „Meilenstein“ für die Fertigstellung des neuen Gewerbegebietes – Enste-Nord selbst werde für Meschede und die Region ein „Stück Zukunft“. Denn mit dem neuen Gewerbegebiet biete man Unternehmen „echte Filet-Flächen“ an. Gleichzeitig würden noch mehr qualifizierte Arbeitsplätze für die Menschen in Meschede und der Region entstehen. Uli Hess: „Von hier werden entscheidende Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung Meschedes ausgehen.

Quelle: Stadt Meschede