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Meschede. Auf ihren Gebührenbescheiden werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Meschede im kommenden Jahr voraussichtlich geänderte Zahlen vorfinden: Die Stadtverwaltung schlägt den Ratsmitgliedern vor, einige Gebührensätze anzupassen.

So zum Beispiel im Bereich der Abfallentsorgung. Sie müssen – wie alle Gebührensätze – mit Blick auf die aktuelle Kosten- und Erlössituation jährlich neu festgesetzt werden. Wichtig: Einnahmen erzielt die Kreis- und Hochschulstadt Meschede mit Gebühren nicht, unterstreicht Heinz Hiegemann, Leiter des zuständigen Fachbereichs Infrastruktur: „Gebühren decken lediglich die Kosten für bestimmte Dienstleistungen und werden dabei auf alle Nutzer umgelegt.

Bereits im Sommer 2016 hatte die Stadt Meschede darauf hingewiesen, dass eine Neuausschreibung der Abfallentsorgung deutlich steigende Abfuhrpreise mit sich gebracht hatte – wie in zahlreichen anderen Kommunen ebenfalls. Diese Tendenz spiegele sich nun auch in der Gebührenentwicklung wider, so Heinz Hiegemann: „Wir können es nicht wegdiskutieren.

So sollen die Restmüllbehälter im kommenden Jahr bei einer Größe von 80 Litern 80,86 Euro (+0,91 Euro), von 120 Litern 117,02 Euro (+5,54 Euro) und von 240 Litern 225,49 Euro (+19,25 Euro) kosten. Noch spürbarer wird die Entwicklung beim Biomüll: Der 80-Liter-Behälter soll 82,75 Euro (+6,15 Euro), der 120-Liter-Behälter 117,38 Euro (+20,87 Euro) und der 240-Liter-Behälter 221,36 Euro (+65,13 Euro) kosten. Die Gebühr für die Sperrmüllabfuhr soll bei 40 Euro (+10 Euro) liegen.

Man bewege sich nun wieder auf einem Kostenniveau, das es bereits in den 90-er Jahren gegeben habe, so Heinz Hiegemann: „Anschließend waren die Kosten durch starken Wettbewerb am Markt gesunken und lange Zeit stabil geblieben. Diese konstanten Zeiten (für den Gebührenzahler) scheinen ganz offensichtlich vorbei zu sein.

Allerdings: Nicht mit allen Gebühren geht es „nach oben“. Die Winterdienstgebühr soll 2017 von aktuell 1,51 Euro pro laufenden Meter auf dann 81 Cent gesenkt werden. Hauptgrund: Die relativ milden und schneearmen Winter der vergangenen Jahre haben für einen deutlichen Kostenrückgang gesorgt. Die Gebühr für die Sommerreinigung auf den Hauptverkehrsstraßen könnte dagegen moderat von 1,35 Euro je laufenden Meter auf dann 1,44 Euro steigen. Hier sind in der Vergangenheit Kostensteigerungen entstanden: Der Grund dafür ist einfach: Wenn Winter schneearm sind, wird in der „schneefreien Zeit“ häufiger gereinigt.

Gebührenrückgänge gibt es auch bei der Abwasserbeseitigung: Für die Entsorgung des Schmutzwassers schlägt die Stadtverwaltung für Privathaushalte eine Senkung von 2,98 Euro je Kubikmeter auf 2,90 Euro vor; die Niederschlagswassergebühr soll von 57 Cent je Quadratmeter kanalwirksamer Fläche auf 55 Cent reduziert werden.

Nach Vorberatung in den zuständigen Ausschüssen wird der Mescheder Stadtrat am Donnerstag [15. Dezember 2016] voraussichtlich die endgültigen Gebührensätze festlegen. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr und ist öffentlich.

Quelle: Stadt Meschede