Print Friendly, PDF & Email

Meschede. Jüdische Kultur ist schon aufgrund ihrer unterschiedlichen geographischen und historischen Bezüge eine sehr vielfältige Kultur. Dies gilt auch für die Musik. Mit der Katastrophe des Nationalsozialismus kam die Entwicklung jüdischer Lieder in Europa weitgehend zum Erliegen. Heute denken viele in diesem Zusammenhang sofort an Klezmer Musik.

Dass jüdische Musik viel mehr beinhaltet zeigt Dany Bober auf vielfältige Weise; das Bürgerzentrum Alte Synagoge in Meschede hat ihn daher für Sonntag [18. Mai 2014] ab 17 Uhr eingeladen. Karten für dieses Konzert gibt es im Vorverkauf (bis 16. Mai 2014) für 8 Euro (ermäßigt 5 Euro) bei den Bürgerbüros der Stadt Meschede 0291/205-136 und an der Konzertkasse.

Lieder, Geschichten und jüdischer Humor mit Dany Bober. Foto: Pressebild

Lieder, Geschichten und jüdischer Humor mit Dany Bober. Foto: Pressebild

Dany Bober ist 1948 in Israel geboren. 1956 remigrierten seine Eltern mit ihm in die Geburtsstadt seines Vaters, Frankfurt am Main. Seit 1976 lebt er in Wiesbaden. Für seinen Vortrag „Eine Jüdische Zeitreise“ hat er die in der Zeit der Weimarer Republik auf deutschen Kleinkunstbühnen beliebte Form des „Features“ gewählt. Hierbei tragen die unterschiedlichsten Stilelemente wie Lieder, Berichte, Mundartgedichte und Humor zu einem kurzweiligen und informativen Abend bei.
Die „Frankfurter Rundschau“ schrieb: „…. Ein Abend der zeigte, dass Unterhaltung durchaus was mit Haltung zu tun hat. Und dass es möglich ist, ein ernsthaftes Thema auch ohne die durchkonstruierte Handlung eines Theaterstückes publikumswirksam auf die Bühne zu bringen.“

Von teilweise eigenen Vertonungen der Psalmen König David und Salomo führt sein Programm über das babylonische Exil, die hellenistisch-römische Zeit und das mittelalterliche Spanien zum deutschen Judentum und den jiddischen Volksweisen Osteuropas. Zwischen den Liedern erzählt Dany Bober die Geschichte, die den Rahmen zu seinen Liedern bildet. Anekdoten, Prosa und Gedichte aus dem jüdischen Frankfurt am Main und Berlin des 18ten und 19ten Jahrhundert runden das Feature liebevoll-ironisch ab.

Quelle: Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede e.V.