Print Friendly, PDF & Email

Hochsauerlandkreis / Meschede. Eine Diskussion mit der Region führen, statt über eine Region zu diskutieren: Diese Forderung richten Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises, und Uli Hess, Bürgermeister der Kreis- und Hochschulstadt Meschede, an den Landesbetrieb Straßen.NRW.

Hintergrund: Offensichtlich werden beim Landesbetrieb zurzeit Überlegungen angestellt, die bisherigen Regionalniederlassungen zu größeren Einheiten zusammenzufassen. Laut Medienberichten könnten dabei die Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift mit Sitz in Meschede mit den Regionalniederlassungen Südwestfalen (Netphen) und Ostwestfalen-Lippe (Bielefeld) zusammengelegt werden.

Sowohl während einer Strukturdiskussion wie auch in den Einheiten, die auf diese Weise neu geschaffen werden sollen, müsse die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes in der Region im Vordergrund stehen, unterstreicht Landrat Dr. Karl Schneider: „Sowohl für die Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Wirtschaft ist dies von herausragender Bedeutung – gerade im ländlichen Raum.“ Es sei deshalb nicht sinnvoll, in einer Debatte das Ziel schon an den Beginn zu stellen: „Vor allem brauchen wir in der Region eine leistungsfähige Straßenbauverwaltung – künftige Strukturen müssen sich daran ausrichten, wie dieses Ziel zu erreichen ist“, so Bürgermeister Uli Hess.

Wichtig sei deshalb ein offener Austausch mit Akteuren vor Ort, betonen Landrat und Bürgermeister – „und zwar, bevor Entscheidungen gefallen sind.“ Sowohl der Hochsauerlandkreis wie auch die Kreis- und Hochschulstadt Meschede stehen für solch einen Dialog bereit. Sinnvoll sei es zudem, die betreffenden Landtagsabgeordneten in einen solchen Prozess einzubeziehen, so Dr. Karl Schneider: „So können Lösungen entstehen, die von Region und Land gleichermaßen getragen werden.

Sollte dann am Ende tatsächlich eine neue Groß-Region aus den drei bisherigen Niederlassungen des Landesbetriebs Straßen.NRW stehen, böte sich Meschede als Leitungssitz an: „Die Kreis- und Hochschulstadt befindet sich im Zentrum der drei Regionalniederlassungen“, betont Bürgermeister Hess, „so wäre ein Mindestmaß an ,kurzen Wegen‘ auch in die Peripherie-Bereiche Ostwestfalen und Siegen-Wittgenstein gewährleistet.“ Auch bei dieser Frage sei jedoch ein Dialog unerlässlich: „Lösungen müssen tragfähig für die Beteiligten sein und ein funktionsfähiges Straßennetz dauerhaft sicherstellen.

Quelle: Stadt Meschede