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Meschede. Vom 26. August 2013 bis 15. September 2013 ist eine Gruppe von sieben japanischen Zen-Mönchen und –Nonnen zu Gast in Deutschland. Dieser Besuch steht im Rahmen des monastischen interreligiösen Dialoges, in dessen Rahmen Mönche und Nonnen verschiedener Religionen einander begegnen.

Seine Wurzeln hat der monastische interreligiöse Dialog bei christlichen Missionaren, wie Jules Monchanin, Henri Le Saux, Thomas Merton und Bede Griffiths, die als Pioniere bei hinduistischen und buddhistischen Meditationsmeistern in die Lehre gegangen sind und christliche Ashrams aufgebaut haben. Dem Einsatz dieser Pioniere und der Ermutigung durch Papst Paul VI. ist es zu verdanken, dass sich im Oktober 1974, erstmals in der Geschichte, in Bangalore (Indien) christliche Mönche und Mönche aus anderen Religionen versammelten. Mit der Gründung der Kommission der DIM-MID (Monastischer interreligiöser Dialog) wurde eine Institution geschaffen, durch die die Kontakte zwischen den christlichen Klöstern des Abendlandes und den Klöstern Asiens, mit den Hindus und den Buddhisten, vor allem mit den tibetischen Mönchen und denen des Zen in Japan vertieft werden können. Ein wichtiges Element ist dabei der seit 1979 regelmäßig organisierte „Geistliche Austausch“, bei dem Mönche und Nonnen eine Zeit lang in einem Kloster der anderen Religion leben.

In diesem Jahr ist Deutschland der Gastgeber, der japanische Gäste empfängt. Nach wenigen Tagen der Einführung in das christliche Mönchtum in der Erzabtei St. Ottilien werden die Gäste in kleinen Gruppen auf verschiedene Klöster (Abtei Münsterschwarzach, Abtei Engelthal, Abtei Königsmünster) aufgeteilt, um dort für zehn Tage am Alltag dieser Gemeinschaften teilzunehmen und so einen Eindruck vom christlichen Mönchtum zu bekommen.

Quelle: Abtei Königsmünster