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Hochsauerlandkreis / Meschede. Der Hochsauerlandkreis wird den Landschaftsplan Meschede nach über 20 Jahren neu aufstellen und dabei die Bürger Meschedes frühzeitig beteiligen. Das Plangebiet umfasst den gesamten Stadtbereich mit Ausnahme der Siedlungen.

Deshalb bietet die Untere Landschaftsbehörde drei Veranstaltungen an, um Interessierte über den Landschaftsplan und die Verfahrensschritte zu informieren. Die Veranstaltungen finden statt am Montag [01. Juni 2015] im großen Sitzungssaal „Sauerland“ des Kreishauses Meschede; am Dienstag [02. Juni 2015] in der Schützenhalle Remblinghausen und am Mittwoch [10. Juni 2015] in der Schützenhalle Berge. Der Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Plan im Kreishaus Meschede, Raum 698, nach Terminabsprache (Telefon 0291/94-1673) bis zum 30. September 2015 einzusehen.

Der Planungsschritt der frühzeitigen Bürgerbeteiligung hat zur Folge, dass in den vorgesehenen Naturschutzgebieten, den Naturdenkmalen und den Geschützten Landschaftsbestandteilen eine Veränderungssperre eintritt. Nach der Bürgerbeteiligung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange werden die gewonnenen Erkenntnisse in die Entwürfe eingearbeitet. Im Rahmen der dann folgenden öffentlichen Auslegung des Landschaftsplanes (frühestens 2016) kann jeder betroffene Bürger seine verbleibenden Anregungen und Bedenken schriftlich vorbringen. Diese Eingaben werden letztlich dem Kreistag des Hochsauerlandkreises zur Entscheidung vorgelegt. Ziel des jetzt anstehenden Vorverfahrens ist es, im Laufe des nächsten halben Jahres mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen und möglichst gemeinsame Lösungen zu finden.

Während die Bauleitpläne – Flächennutzungsplan und Bebauungspläne – die städtebauliche Entwicklung des bebauten Innenbereichs zum Ziel haben, erfasst der Landschaftsplan den Außenbereich wie beispielsweise Felder, Grünlandflächen, Talauen, Bachläufe, Einzelbäume oder Baumgruppen, Hecken und Gebüschkomplexe sowie Waldflächen. Im Plangebiet liegen auch „Gesetzlich geschützte Biotope“. Sie sind unabhängig vom Landschaftsplan durch das Bundesnaturschutzgesetz festgeschrieben, auch hierüber soll in den Veranstaltungen informiert werden.

Ziel des Landschaftsplanes ist es, die wichtigen naturräumlichen Merkmale der Landschaft herauszuarbeiten, zu sichern und evtl. weiterzuentwickeln. Dabei werden die europäischen Schutzgebiete (FFH-Gebiete) genauso in den Blick genommen wie kleinere standörtliche Besonderheiten. Wie im bisher rechtskräftigen Landschaftsplan auch führt das zur Ausweisung von Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten, Naturdenkmalen und sog. „Geschützten Landschaftsbestandteilen“. Außerdem können ökologische „Sünden der Vergangenheit“ im Rahmen von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen behoben oder z. B. neue Gehölze in die Landschaft eingebracht werden.

Quelle: Pressestelle Hochsauerlandkreis