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Meschede. Der Umgang mit dem Tod hat sich verändert. Man spricht offener darüber. Und vor allem die Bestattungsformen sind vielfältiger geworden. Neben der traditionellen Beerdigung gibt es zum Beispiel anonyme Gräberfelder oder Urnengräber. Eine besondere Form der Bestattung ist in der ehemaligen Friedhofskapelle in Wehrstapel entstanden: Der Raum wurde zum Kolumbarium umgestaltet. Mit einem neuen Faltblatt stellt die Stadt Meschede dieses im Stadtgebiet einzigartige Angebot vor.

Die Urnenwand mit 24 Nischen ist zurückhaltend gestaltet. Eingraviert werden können Name, Geburts- und Todestag des Verstorbenen sowie „auf Wunsch auch ein Kreuz“, so Heinz Hiegemann, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur bei der Stadt Meschede. Der Raum ist lichtdurchflutet gestaltet, ganz und gar nicht dunkel und trostlos. Bis zu zwei Urnen können pro Nische für eine Ruhezeit von 20 Jahren beigesetzt werden. Vor der Urnenwand steht eine schlichte, massive Eichenbank, die Angehörige und Trauernde zum Verweilen einlädt.

Der Raum in der ehemaligen Friedhofskapelle in Wehrstapel wurde zum Kolumbarium umgestaltet. Foto: Stadt Meschede

Der Raum in der ehemaligen Friedhofskapelle in Wehrstapel wurde zum Kolumbarium umgestaltet. Foto: Stadt Meschede

Hell und freundlich präsentiert sich auch die Trauerhalle, die durch eine Buntglaswanddominiert wird. Mit neuer Beleuchtung und einfacher, schlichter Bestuhlung kann sie individuell eingerichtet und sowohl für Beisetzungen im Kolumbarium wie auf dem angrenzenden Friedhof genutzt werden.

Kolumbarium und Trauerhalle sind tagsüber für alle öffentlich zugänglich; abends und nachts sind sie über eine Zeitschaltuhr geschlossen. Angehörige können jedoch dank eines speziellen Schlüssels jederzeit das Kolumbarium besuchen.

Wer sich über diese besondere Form der Bestattung an einem besonderen Ort informieren möchte: Das neue Faltblatt liegt unter anderem im Bürgerbüro der Stadt und bei den Bestattern bereit.

Quelle: Stadt Meschede