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Meschede. Über Jahrzehnte prägte der Bergahorn den so genannten „Honselpark“ unterhalb der Briloner Straße – mit über 20 Meter Höhe weithin sichtbar. Allerdings: Bereits im Herbst 2013 hatte sich in größerem Umfang Totholz aus der Krone des Bergahorns gelöst. Der Hochsauerlandkreis hatte daraufhin in den vergangenen Wochen in einem ausführlichen Gutachten den Baum „unter die Lupe genommen“. Ergebnis: Die Untere Landschaftsbehörde des HSK hat den Bergahorn mit sofortiger Wirkung zur Fällung freigegeben.

Dafür hat der Hochsauerlandkreis den Baum, der bisher als Naturdenkmal besonderen Schutz genossen hatte, bereits aus der entsprechenden Denkmalliste entfernt. Seit fünf Jahren, so das Fazit der Unteren Landschaftsbehörde, habe die Vitalität des Bergahorns deutlich abgenommen. Im gesamten Kronenbereich befinden sich bruchgefährdete starke Äste; der Wipfelbereich zerfällt bereits. Die Lebenskraft des Bergahorns habe sich besonders in der jüngsten Vergangenheit rapide verschlechtert, schreibt die HSK-Fachbehörde, so dass sich der Bergahorn nun in seinem letzten Lebensstadium, der so genannten „Rückbauphase“, befinde. Auch der ästhetische Wert des Baumes habe bereits deutlich abgenommen.

Bergahorn an der Briloner Straße muss gefällt werden. Foto: Stadt Meschede

Bergahorn an der Briloner Straße muss gefällt werden. Foto: Stadt Meschede

Fazit der Unteren Landschaftsbehörde: „Der Baum kann nur noch kurzfristig und mit hohen Kosten in einem sicheren Zustand gehalten werden. Eine kostenintensive Kronenpflege und fortlaufende Verkehrssicherung kann vor diesem Hintergrund nicht mehr begründet werden.

Das Team des Integrierten Bau- und Betriebshofes (IBB) wird den Bergahorn deshalb in den nächsten Wochen – vor Beginn der Vegetationszeit – entfernen. Gerade wegen der Komplexität des Schadensbildes bestehe Handlungsbedarf, so Marc Böhm, Leiter des IBB. Zumal sich die Stadt Meschede jetzt auch in der Verkehrssicherungspflicht befinde: „Gefahren – insbesondere für Passanten, die sich in diesem Bereich bewegen, müssen wir nach bestem Wissen und Gewissen ausschließen können.

Quelle: Stadt Meschede