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Meschede/Brüssel. Kommissionspräsident José-Manuel Barroso hat vor dem Plenum des Europäischen Parlaments angekündigt, die umstrittenen Grenz- werte für Lebensmittel aus Japan zu überarbeiten.

In der vergangenen Woche hatte eine Entscheidung der Europäischen Kommission für große Verunsicherung bei den Verbrauchern in ganz Europa gesorgt, denn für Lebens-mittelimporte aus Japan galten in Europa höhere Grenzwerte als in Japan selbst. So war z.B. für Caesium ein Wert von 1250 Becquerel pro Kilogramm vorgesehen, in Japan lag der Wert bei nur 500 Becquerel pro Kilo.

Nach massiven Protesten von Europaabgeordneten und aus der Öffentlichkeit hat Kommissionspräsident Barroso heute angekündigt, die EU-Grenzwerte auf das japanische Niveau herabzusetzen. Die Kommission wird einem Expertenkomitee aus Vertretern der Mitgliedsstaaten am Freitag einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

Ich appelliere dringend an die Mitgliedsstaaten, den Vorschlag so schnell wie möglich anzunehmen. Es ist nicht zu vertreten, warum der Verbraucher in Europa höhere Grenz- werte akzeptieren soll als die Menschen in Japan, auch wenn die Werte in beiden Fällen so gering sind, dass keine Gesundheitsgefahr zu erwarten ist. Das Vorsorgeprinzip muss hier strengstens angewandt werden. Die Europäische Kommission muss außerdem dringend ihre Arbeitsweise überprüfen. Die Beamten, die die ursprüngliche Verordnung mit den höheren Werten vorbereitet haben, hätten die Situation in Japan kennen müssen„, so der südwestfälische Europaabgeordnete Peter Liese, gesundheits-politischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP/ Christdemokraten) und Arzt.

Quelle: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen