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Meschede. „Tretminen“, „Hundstrümmerl“ oder „Zapfen“ – die Namen sind eigentlich recht unterhaltsam. Für die so bezeichneten „Hinterlassenschaften“ von Vierbeinern gilt das weitaus weniger: Beim Fachbereich Ordnung der Stadt Meschede häufen sich Beschwerden über Verunreinigungen durch Hunde im Bereich des Kreishauses.

Besonders betroffen: Der Weg vom Groß-Parkplatz „Am Rautenschemm“ bis zum rückwärtigen Eingang der Kreisverwaltung. „Dieser Bereich wird immer stärker als Hundetoilette missbraucht“, ärgern sich Anwohner und Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Unerfreulich: Erst vor wenigen Tagen wurden diese Grünanlagen durch Vereine, ehrenamtlich Aktive sowie Mitarbeiter des Integrierten Bau- und Betriebshofes (IBB) der Stadt Meschede für das „HenneErleben“-Wochenende aufwändig „in Schuss“ gebracht. „Die Pfadfinder haben sich solche Mühe gegeben, einen kleinen Erlebnispfad entlang der Henne anzulegen – der kann aber aufgrund der Kothaufen vor allem nicht von Kindern genutzt werden. Auch auf dem Barfußpfad liegen bereits die Haufen“, so die Beobachtung einer Anliegerin.

Das ist nicht nur äußerst unappetitlich, sondern sogar verboten: Per Verordnung ist in der Stadt Meschede geregelt, dass Hundebesitzer die „Verunreinigungen“, die ihre Vierbeiner auf Verkehrsflächen oder in öffentlichen Anlagen hinterlassen, unverzüglich beseitigen müssen. Andernfalls kann die Stadt sogar eine Geldbuße verhängen – im Extremfall bis zu 2.000 Euro.

Allerdings muss es nicht immer eine Drohkulisse sein – etwas Rücksichtnahme täte es auch, meint Jochen Grawe, Leiter des Fachbereichs Ordnung der Mescheder Stadt-verwaltung. Schließlich liege es auch im Interesse der Hundebesitzer, dass ihre Stadt einen sauberen und gepflegten Eindruck mache. Jochen Grawe: „Niemand möchte gern in Hundekot treten – das bezieht sich nicht nur auf spielende Kinder und Fußgänger, sondern auch auf unser Team des IBB, das die Grünanlagen mähen muss.“ Die Stadt Meschede appelliert daher an alle Hundebesitzer, zum gepflegten Erscheinungsbild der Stadt beizutragen – und zum guten Ruf der Hundehalter.

Quelle: Stadt Meschede