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Meschede. Die positive Meldung erreichte das Rathaus Meschede Ende September: Der Förderantrag für das Förderprogramm „Entwicklung altengerechter Quartiere in NRW“ für das Quartier „Hünenburg“ ist bewilligt. Mehr Lebensqualität im Alter, Wohnen in einer vertrauten Umgebung, lebendige Beziehungen zwischen den Generationen, haushaltsnahe Dienstleistungen, Pflegeeinrichtungen, Barrierefreiheit, Einkaufsmöglichkeiten: All das sind die Ziele des Förderprogramms, an dem die Kreis- und Hochschulstadt in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) teilnimmt.

In der Hünenburg ist zwar barrierefreier Wohnraum vorhanden, jedoch erschwert die Hanglage den Alltag für viele Seniorinnen und Senioren, die Wegeverbindungen in die Innenstadt sind oft steil. Außerdem befinden sich im Quartier nur wenige Geschäfte, eine fußläufige Nahversorgung im Alter ist kaum möglich. All dies sind Gründe, weshalb sich die Stadt bei der Auswahl eines passenden Viertels für das Landesprogramm bewusst für die „Hünenburg“ entschieden hat. Derzeit beträgt das durchschnittliche Alter 45 Jahre, insgesamt ist der Anteil älterer Menschen über 67 Jahre relativ hoch.

Starten das Förderprojekt Altengerechtes Quartier Hünenburg: Dr. Hasan Sürgit (Mitte, DRK-Landesverband Westfalen-Lippe) sowie von der Stadt Meschede Klaus Wahle (li.), Jana Janota (2.vli.), Jürgen Bartholme (2.v.re.) und Gisela Bartsch (re.). Foto: © Stadt Meschede

Starten das Förderprojekt Altengerechtes Quartier Hünenburg: Dr. Hasan Sürgit (Mitte, DRK-Landesverband Westfalen-Lippe) sowie von der Stadt Meschede Klaus Wahle (li.), Jana Janota (2.vli.), Jürgen Bartholme (2.v.re.) und Gisela Bartsch (re.). Foto: © Stadt Meschede

Das Land NRW fördert über das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) aus Mitteln des Landeshaushaltes Maßnahmen im Themenbereich Alter und Pflege. Die Landesförderung ermöglicht die Einrichtung eines Quartiersbüros mit einer hauptamtlichen Mitarbeiterin / einem hauptamtlichen Mitarbeiter als „Motor des Projektes“. Aufgaben des Büros sind unter anderem die Erarbeitung eines Konzeptes, die Umsetzung konkreter Maßnahmen, wie zum Beispiel der Aufbau einer funktionierenden Nachbarschaftshilfe sowie als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema vor Ort zu sein. Der nächste Schritt ist daher die Einstellung eines/einer Projektmitarbeiter/in für die Quartiersentwicklung. Die Stellenausschreibung finden Interessierte auf www.meschede.de.

Bauliche Maßnahmen werden nicht gefördert, langfristig soll jedoch ein soziales Netzwerk aus Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Organisationen entstehen, das die Wohn- und Lebensqualität im Alter im Quartier „Hünenburg“ verbessert. Dabei können alle, die in dem Quartier leben sowie die lokalen sozialen Akteure und Organisationen sich aktiv in die Quartiersentwicklung einbringen und zur Entwicklung des Quartiers beitragen. Zielgruppe sind darüber hinaus Menschen mit Behinderungen sowie pflegende Angehörige und deren Familien. Der Förderzeitraum endet im Februar 2018.

Das Förderprojekt stellt eine bedeutende Chance dar, eine altengerechte Quartiersarbeit im Quartier „Hünenburg“ aufzubauen und darüber hinaus auch Erkenntnisse für die gesamte Entwicklung der Kreis- und Hochschulstadt Meschede zu liefern.

Quelle: Stadt Meschede