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Meschede. Das Engagement für fairen Handel macht Schule – und wächst in Meschede. Im September 2014 wurde der Stadt Meschede der Titel „Fairtrade-Stadt“ verliehen. Nach zwei Jahren hat Meschede den Nachweis erbracht, dass die Stadt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne erfüllt. Mit einer Urkunde bestätigt Fairtrade Deutschland nach sorgfältiger Prüfung, dass Meschede für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt führen darf.

Bürgermeister Christoph Weber freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein deutliches Zeugnis dafür, dass wir den fairen Handel in Meschede nachhaltig verankert haben. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier für das gemeinsame Ziel zusammen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.

Vor zwei Jahren erhielt die Stadt Meschede von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste: Der Bürgermeister und der Rat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest. Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten. Die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Meschede darf sich für zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt nennen: Bürgermeister Christoph Weber (re.), Mitarbeiterin Sophie Brüggemann und Hartmut Köllner mit der Urkunde. Foto: © Stadt Meschede

Meschede darf sich für zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt nennen: Bürgermeister Christoph Weber (re.), Mitarbeiterin Sophie Brüggemann und Hartmut Köllner mit der Urkunde. Foto: © Stadt Meschede

Das Engagement in Meschede ist vielfältig. Die St.-Walburga-Realschule und das Gymnasium der Benediktiner haben sich zu fairen Schulen erklärt. Andere Schulen unterstützen mit Aktionen Projekte oder haben internationale Partnerschaften. Die Fachhochschule Südwestfalen bekennt sich zu den Zielen der Fairtrade-Bewegung. In der bundesweiten „Fairen Woche“ gab es an verschiedenen Stellen in Meschede „Faires Frühstück“ mit fair gehandeltem Kaffee und Tee und Produkten aus regionalen landwirtschaftlichen Betrieben. Einige gastronomische Betriebe setzen bewusst Produkte aus fairem Handel ein und in immer mehr Geschäften Meschedes sind Fairtrade-Angebote zu finden.

Wir verstehen die Auszeichnung als Motivation und Auforderung dafür, unser Engagement weiter auszubauen“, sagt Hartmut Köllner, der Vorsitzende der Mescheder Steuerungsgruppe, „Die lokalen Aktivitäten ausgehend vom Eine-Welt-Laden im Stiftscenter haben die Basis für den fairen Handel in Meschede deutlich vergrößert. Trotzdem befinden wir uns noch immer in einer Nische und treffen auf Unverständnis. Wer die Flüchtlinsströme aus Afrika und Asien nachhaltig verhindern möchte, der muss sich mit seinen Möglichkeiten dafür einsetzen, dass Menschen dort faire Preise und faire Löhne erhalten. Millionen von Menschen profitieren inzwischen von der Fairtrade-Bewegung.

Meschede ist eine von gut 450 Fairtrade-Städten in Deutschland. Ein globales Netzwerk umfasst inzwischen rund 2.000 Städte in insgesamt 28 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.

Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden sich unter www.fairtarde-towns.de im Internet.

Quelle: Stadt Meschede