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Meschede/HSK. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im SPD-Unterbezirk Hochsauerlandkreis warnt vor Ausnahmen beim Mindestlohn: „Praktikanten, Saisonarbeiter und Rentner dürfen nicht als Billiglohn-Konkurrenz gegenüber regulär beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eingesetzt werden. Dies würde zu neuem Lohndumping führen und nicht dem Abkommen im Koalitionsvertrag entsprechen“, so Gisbert Pohl stv. AfA-Unterbezirksvorsitzender.

CSU-Chef Horst Seehofer hatte dagegen Ausnahmen vom Mindestlohn für bestimmte Gruppen wie Rentner, Praktikanten oder Saisonarbeiter verlangt. Bundesarbeits-ministerin Andrea Nahles (SPD) lehnt dies strikt ab. „Der Koalitionsvertrag von Union und SPD im Bund sieht an dieser Stelle eine von allen 3 Parteien ausgehandelte verbindliche Reglung vor, von welcher wir uns nicht einen Millimeter verabschieden werden. Denn mit dieser sehr eindeutigen Regelung werden wir für mehr Gerechtigkeit, eine angemessene Entlohnung und Wertschätzung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Lande sorgen“, so Gisbert Pohl.

Gisbert Pohl (stv. AfA-Unterbezirksvorsitzender). Foto: AfA-HSK

Gisbert Pohl (stv. AfA-Unterbezirksvorsitzender). Foto: AfA-HSK

Der Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro soll ab dem 01. Januar 2015 für alle Bereiche gelten. Ausnahmen seien nur bis zum 01. Januar 2017 möglich, in Bereichen, in denen es bereits Tarifverträge gebe.

Quelle: AfA Hochsauerlandkreis