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Medebach. Erstmalig urkundlich erwähnt im November 1388, als die Äbtissin des Klosters Glindfeld einen der ehemals 11 Höfe in Dreislar verkaufte. Viel Wasser ist inzwischen die Ölfe heruntergeflossen und die Vorväter haben so manche karge Zeit überstehen müssen.

Dorfansicht Dreislar ca. 1912

Dorfansicht Dreislar ca. 1912

Damals, als in grauer Vorzeit, lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung die Urahnen das Sauerland besiedelten, kamen sie in eine raue und karge Landschaft. Sie haben es aber über Jahrhunderte verstanden, in einer Symbiose zwischen Mensch und Natur ihren Lebensraum zu besiedeln. Mit dem Wahlspruch: leben, von der Natur, in der Natur und mit der Natur haben Sie die heutige Kulturlandschaft aktiv gestaltet.

Generation um Generation fühlte man sich den alten, ungeschriebenen Gesetzen verpflichtet und so kann man heute mit Stolz auf die Vorfahren zurückblicken, die oft unter härtesten Bedingungen ihr Leben gemeistert haben. Heute, einige Jahrhunderte später, ist das Leben auf dem Lande auch nicht einfacher, nur die Herausforderungen sind andere.

Demografischer Wandel, Leerstandsmanagement, Arbeitslosigkeit, stetig steigende Lebenshaltungskosten, für unsere Vorfahren noch Fremdworte, für uns inzwischen Alltag.

Da heißt es: Innovativ und Ideenreich in die Zukunft, die Gemeinschaft pflegen und die Dorfvereine unterstützen, nach vorne schauen, ohne zu vergessen wo man herkommt.

Alle diese Vorsätze wollen die Dreislarer in diesem Jahr besonders herausstellen, und das bei zwei Veranstaltungen zum Dorfgeburtstag. Der Auftakt ist am Sonntag, 25. August ein Straßenfest. In Verbindung mit der 5. Mineralien- und Fossilienbörse des Schwerspatmuseums zeigen Vereine und Betriebe des Dorfes ihre Leistungsfähigkeit.

Auf der Aktionsbühne wird von 10 bis 17 Uhr ein interessantes, abwechslungsreiches Programm geboten. Beim musikalischen Frühschoppen ab 10:30 Uhr ist die Volksmusiksängerin Heidi Hedtmann auf der Bühne. Ihr Titel: Tief im schönen Sauerland ist inzwischen zum Evergreen geworden. Die Bratwurst vom Grill darf natürlich nicht fehlen, auch nicht die obligatorischen hausgemachten Torten. Die Getränke bei dieser Veranstaltung kommen aus der einzigen, behindertengerechten Brauerei Deutschlands, der Josefsbrauerei in Bigge. Während des Tages besteht erstmalig die Möglichkeit, zwei landwirtschaftliche Betriebe zu besichtigen, auch kann man an diesem Tage bei einem Landschafts- und Gartenbauer, so wie einer modernen Drechslerei hinter die Kulissen schauen. Dies wird ein erlebnisreicher Tag für die ganze Familie. Die zweite Veranstaltung am 14. September in der Schützenhalle bleibt den Dreislarern vorbehalten. Kaffee und Kuchen, von alten Zeiten erzählen, ein Theaterstück nach einer wahren Begebenheit aus der Dorfgeschichte und natürlich eine gute Tanzband sorgen dafür, dass auch dieser Tag bei Allen noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Die Projektgruppen erhoffen sich für beide Termine regen Zuspruch und natürlich geschäftlichen Erfolg, denn der Reinerlös des Dorfgeburtstages ist für die Renovierung der St. Franziskus Pfarrkirche vorgesehen.

Weitere Infos: www.dreislar.com und www.facebook.de/schwerspatmuseum.dreislar

Quelle: Stadt Medebach