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Marsberg. Vor 100 Jahren nahm die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts ihren Verlauf. Der I. Weltkrieg brach am 28. Juli 1914 mit dem Vorrücken der Österreicher gegen die Serben aus. Das Deutsche Reich – als Verbündeter Österreichs – erklärte am 01. August 1914 Russland und am 03. August 1914 Frankreich den Krieg. Jetzt, 100 Jahre nach Kriegsbeginn, findet eine große Ausstellung zu diesem Thema als Mahnmal gegen alle Kriege in der Kundenhalle der Volksbank Marsberg statt. Beginn der Ausstellung ist Montag [28. Juli 2014].

Ideengeber dieser Marsberger Ausstellung war die Deutsch-Französische Gesprächsrunde der Stadt Marsberg (DFG). Zusammen mit der Marsberger Partnerstadt Lillers gedenkt man somit auf deutscher sowie französischer Seite der vielen Gefallenen und zivilen Opfer des I. Weltkrieges. Die Ausstellung „Männer an der Front – Das Leben der Frauen und Kinder daheim“ wurde ganz besonders durch den Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.“, durch die Schüler der Hauptschule Marsberg und dessen Lehrer Wolfgang Kleffner sowie durch die Schüler des Marsberger Carolus-Magnus-Gymnasiums und dessen Lehrer Dr. Knut Linsel unterstützt.

Stefan Meyer, Prokurist der Volksbank Marsberg; Karl-Heinz Berger, Ehrenvorsitzender der DFG Marsberg; und Elvira Böttcher, Geschäftsführerin der „Marsberger Geschichten - Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ freuen sich auf zahlreiche Besucher zur Ausstellung in der Volksbank Marsberg. Foto: Marsberger Geschichten

Stefan Meyer, Prokurist der Volksbank Marsberg; Karl-Heinz Berger, Ehrenvorsitzender der DFG Marsberg; und Elvira Böttcher, Geschäftsführerin der „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ freuen sich auf zahlreiche Besucher zur Ausstellung in der Volksbank Marsberg. Foto: Marsberger Geschichten

Den Grundstock an Exponaten stellt das Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“. Zahlreiche, weitere Leihgaben von Ortsheimatpflegern und Heimatfreunden aller Marsberger Ortschaften zeigen geschichtliche Eindrücke zum Leben der Bevölkerung vor, während und auch nach dem Krieg. Zum einen können die Besucher den Zeitgeist, den Pomp und den Kult um den Kaiser und dessen Familie sowie um die damaligen Generäle des Reichesumrahmt von den damaligen Nationalfarben „schwarz-weiß-rot“erleben. Zum anderen lassen Exponate und Mitbringsel von Soldaten das kriegerische Leben und die schrecklichen Szenen an der Front erahnen.

Der dritte Teil der Ausstellung gibt Einblicke auf die Notzeiten im Deutschen Reich und in Marsberg, die bereits während des Krieges entstanden und sich bis tief in die 1920er Jahre festsetzten. Aber auch zahlreiche Werke- und Kriegerehrenmäler der Marsberger Bildhauer Larenz oder beispielsweise Relikte aus einer damaligen Kinderstube sind zu sehen.

Die Ausstellung kann während den Öffnungszeiten der Volksbank Marsberg besucht werden. Diese sind montags bis donnerstags von 9:00 bis 16:30 Uhr und freitags von 9:00 bis 15:00 Uhr. Die Ausstellung verweilt bis zum 11. August 2014 in der Volksbank.

Quelle: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.