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Marsberg (ots). In den vergangenen Monaten kam es im Hochsauerlandkreis zu mehreren Trickdiebstählen. In allen Bereichen des Kreises gaben Diebe vor, taubstumm zu sein und Spenden zu sammeln. Regelmäßig handelte es sich dabei um junge Frauen aus dem südosteuropäischen Raum, die spendenwilligen Passanten mit einem Klemmbrett, auf dem eine Spendenliste befestigt ist, die Sicht verdeckten und dabei Wertgegenstände oder Bargeld aus der Kleidung beziehungsweise dem Portemonnaie der Opfer gestohlen haben. Eine andere Variante besteht in einer innigen Umarmung nach einer Spende, um diese Nähe für Diebstähle zu nutzen. Die Täter haben es dabei meistens gezielt auf ältere Personen abgesehen.

Am Mittwoch [12. Februar 2014] befand sich ein 79 Jahre alter Mann im Bereich der Casparistraße auf dem Wochenmarkt. Etwa um 11:25 Uhr kam ein Mann auf ihn zu. Dieser gab vor taubstumm zu sein und für eine Hilfsorganisation Spenden zu sammeln. Der Rentner zeigte Mitgefühl und spendete einen Bargeldbetrag. Als er sein Portemonnaie noch in der Hand hielt, umarmte ihn den angebliche Spendensammler überschwänglich. Anschließend entfernte sich der Mann. Erst später stellte das Opfer fest, dass der Täter ihm unbemerkt das komplette Scheingeld aus der Geldbörse gestohlen hatte.

Der Trickdieb wird beschrieben als etwa 20 bis 25 Jahre alt mit südosteuropäischem Erscheinungsbild. In diesem Fall atypisch ist, dass es sich um einen männlichen Täter handelt. Die Kripo fragt: Wer hat den Mann, eventuell in Begleitung weiterer Personen, am Mittwoch in Marsberg auch gesehen? Wer ist noch angesprochen worden? Kann jemand Angaben zu einem Fahrzeug des Täters machen? Hinweise bitte an die Polizei Marsberg unter der Telefonnummer 02992-902000.

Die Polizei kann nur dringend dazu raten, in derartigen Situationen nicht zu spenden. Die Täter nutzen das Mitgefühl der Passanten gezielt aus, um ihre Opfer zu bestehlen. Dies geschieht so geschickt, dass die Opfer die Diebstähle oft erst viel später bemerken. Sollten Sie in dieser oder einer ähnlichen Art angesprochen werden, lehnen Sie eine Spende ab. Halten Sie einen gebührenden Abstand von den „Spendensammlern“ und achten Sie auf ihre Wertsachen. Lassen Sie sich keinesfalls umarmen. Machen Sie Ihr Umfeld auf sich und die Situation aufmerksam, in dem Sie laut rufen. Ist dies nicht möglich, betreten Sie ein Geschäft in der Nähe. Informieren Sie bitte sofort Ihre Polizei unter der kostenfreien Rufnummer 110 oder bitten sie Passanten dies zu erledigen.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis