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Marsberg (ots). Am Montag [09. Februar 2015] ist es zu einem neuerlichen Versuch des Betrugs mit der sogenannten Schockanruf-Masche gekommen. Gegen 18:00 Uhr klingelte das Telefon in einer Wohnung an der Hauptstraße in Marsberg. Als die 29 Jahre alte Bewohnerin den Hörer abnahm, meldete sich eine männliche Stimme und berichtete, der Mann der Angerufenen sei in einen schweren Unfall verwickelt.

Deshalb werde jetzt dringend und sofort Geld benötigt. Der Anrufer hatte jedoch nicht lange die Gelegenheit, sich das Vertrauen seines Opfer zu erschleichen beziehungsweise deren Schock über den angeblichen Unfall ihres Mannes auszunutzen. Die 29-Jährige erwiderte dem Anrufer einige kurze Worte und beendete das Telefonat. Denn zum Leidwesen des Betrügers saß der Ehemann der Frau unmittelbar neben dieser. Er erfreute sich bester Gesundheit und war auch in keinen Unfall verwickelt.

Von dieser Vorgehensweise der gewieften Betrüger sind zum größten Teil Personen osteuropäischer Abstammung betroffen. Die Anrufer schildern schwere Unfälle, bei denen oftmals angeblich kleine Kinder schwer verletzt worden sind. Verursacher dieser Unfälle sollen immer enge Angehörige der Angerufenen sein. Zusätzlich täuschen die Betrüger in einigen Fällen außerdem vor Staatsanwaltschaft, Polizist oder Rechtsanwalt zu sein. In höchster Sorge um ihre Verwandten kommt es leider in einigen Fällen dann zur Übergabe von Bargeld, das dann von Mittelsmännern am Wohnort der Opfer abgeholt wird.

Die Polizei bittet die folgenden Tipps bei derartigen Anrufen zu beherzigen:

  • Stellen Sie dem Anrufer persönliche Fragen, die nur Ihr Verwandter beantworten kann.
  • Oft werden Sie aufgefordert zurückzurufen. Hiervon wird dringend abgeraten. Schreiben Sie sich aber bitte die Telefonnummer auf, die Ihnen für einen Rückruf genannt wird. Notieren Sie sich auch die Telefonnummer des Anrufers, wenn Ihnen Ihr Telefon eine solche Nummer anzeigt.
  • Nehmen Sie Kontakt zu dem Verwandten auf, der angeblich in den Unfall verwickelt worden sein soll. Nutzen Sie hierfür Ihnen bekannte Telefonnummern.
  • Bitten Sie Familienangehörige, Freunde, Nachbarn oder die Polizei hinzu, sobald Ihnen Zweifel in Bezug auf den Anruf kommen.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld an Personen, die Ihnen unbekannt sind.
  • Besonderes Misstrauen ist immer dann angebracht, wenn die Telefonate nicht in deutscher Sprache geführt werden.
  • Sollten Sie Opfer eines derartigen Betrugs geworden sein oder haben Sie den Verdacht, Opfer dieser Masche werden zu sollen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt zu Ihrer Polizei auf.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Grafik: © KPB HSK (mit Genehmigung zur redaktionellen Verwendung)