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Marsberg. Es haben sich viele Marsberger Bürger/Innen zusammengefunden, um nach ihren Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen den geflüchteten Menschen in Marsberg zu helfen. Ihnen allen gilt unsere volle Anerkennung. Nach Erhebung des Berliner Institutes für empirische Integration und Migrationsforschung steht etwa ein Drittel der Bürger in Deutschland den Einwanderern positiv gegenüber.

Die Politik richtet sich an jene 30% der Deutschen, die Einwanderung ablehnen. Es sind leere Versprechungen unserer Regierung, die Ursachen der Flucht beheben zu wollen oder zu können. Kriege und bewaffnete Konflikte sind nicht mehr das letzte wahnsinnige Mittel eigene Ziele durchzusetzen, sondern sie sind 70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg zur grausamen Gewohnheit geworden. Die Ungerechtigkeit des Welthandels wird verstärkt werden, speziell durch die geplanten Freihandelszonen zwischen USA, Kanada und EU, deren Inhalt undemokratisch und geheim verhandelt werden – warum wohl ???

Soziale und ökologische Standards werden in Frage gestellt. Zusammenschlüsse der Wirtschaftsblöcke bedeutet, Ausschluss derjenigen, die unsere Hilfe benötigen, und von denen weiterhin viele zu uns kommen werden. Und vergessen wir nicht die Ungerechtigkeiten in Deutschland, wo die Kluft zwischen Arm und Reich ständig größer wird. Die Benachteiligten befürchten natürlich weitere Einschränkungen und zeigt sich an der Erstarkung der rechten Parteien.

Wenn die Ursachen der Flucht und der Ungerechtigkeiten, in Deutschland, nicht beseitigt werden, dann ist unsere Demokratie ernsthaft in Gefahr. Nur Optimismus und Mitleid mit den Heimatlosen, und auf der politischen Seite mit Transitzonen, Abschiebung und Sperrzonen, bringen keine Lösung. Stopp aller Waffenexporte, und Intensivierung der diplomatischen Aktionen mit ALLEN beteiligten ist das Gesetz der Stunde.

Quelle: DIE LINKE Ortsverband Marsberg