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Marsberg / Obermarsberg. Stadtführungen durch die historischen Stätten Obermarsbergs genießen größte Beliebtheit. In den letzten Jahren stieg die Teilnehmerzahl bei den kostenlosen Führungen des Marsberger Geschichts- und Heimatvereins „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.“ stetig an.

Seit dem Jahr 2012 konnte der Verein insgesamt 78 Besuchergruppen die Geschichte der alten Stadt auf dem Berge näher bringen. Rund 1.600 geschichtsinteressierte Freunde Marsbergs erkundeten so Obermarsberg. Innerhalb der geschichtlichen Zeitreise geht es vom Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“, das auch gleichzeitig und nachweislich das älteste Bürgerhaus in der Stadt Marsberg ist, zur Stadtführung durch den geschichtsträchtigen Ort über.

Finanzangestellte und Beamte des Großraums Paderborn besuchten die historischen Stätten in Obermarsberg und erhielten neue Erkenntnisse zu Karl den Großen, dem bedeutendsten Herrscher des christlichen Europas. Foto: © Marsberger Geschichten

Finanzangestellte und Beamte des Großraums Paderborn besuchten die historischen Stätten in Obermarsberg und erhielten neue Erkenntnisse zu Karl den Großen, dem bedeutendsten Herrscher des christlichen Europas. Foto: © Marsberger Geschichten

Zu Erst wird jedem Besucher des Ortes die ehemalige Bedeutung des Bergplateaus und der ehemals dort befindlichen Eresburg, der größten Volksburg der Sachsen, aufgezeigt. An der alten Stadtmauer auf der Südseite des Eresberges angekommen, wird für alle der wehrhafte Charakter dieser ehemaligen Festungsanlage sichtbar. Auch die jüdische Geschichte Obermarsbergs wird mit den verbliebenen Grabsteinen auf dem Judenfriedhof verbildlicht.

Alle Teilnehmer der Geschichtsführung lernen u. a. Wissenswertes zum Wasserturm; zur Wasserkunst; zum Bergbau; zu den verschiedenen (Mönchs-)Orden, die in Obermarsberg siedelten; zur Nikolaikirche; zu alten Häusern und Gebäuden; zum Krieger-Ehrenmal; zu den Brunnen; zu Ehrenbürgern der Stadt; zu den Marsberger Stadtrechten; zu den Münz-, Markt- und Zollrechten; zur Münzprägestätte; zur damaligen Rüstungsindustrie; zum Schützen- und Zunftwesen; zum Buttenturm oder auch zu den Drakenhöhlen kennen.

Der abschließende Höhepunkt für jeden Besucher Obermarsbergs ist natürlich der Stiftsbezirk. Durch den Benediktusbogen gelangen die Gäste des Ortes zum Roland, zum alten Benediktinerstift bis hin zur Stiftskirche St. Peter und Paul mit ihrer prächtigen Ausstattung aus der bekannten Bildhauer-Werkstatt der Familie Papen. In der Kirche können sich die Besucher die Spuren Karls des Großen, Papst Leo des III. oder Thankmars (Halbbruder König Otto des Großen) ganz besonders verdeutlichen.

Zahlreiche Gruppen besuchen die alte Stadt auf dem Berge: Der Lehrerverband Paderborn nach einer Stadtführung vor dem Südportal der Nikolaikirche. Foto: © Marsberger Geschichten

Zahlreiche Gruppen besuchen die alte Stadt auf dem Berge: Der Lehrerverband Paderborn nach einer Stadtführung vor dem Südportal der Nikolaikirche. Foto: © Marsberger Geschichten

Viele interessante Aspekte werden während weiterer Spezialführungen zum Ort „Obermarsberg“ und außerhalb dieser heutigen Ortschaft der Stadt Marsberg veranschaulicht. Dieses Wissen möchten jetzt die „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.“ weitergeben und bilden ab sofort Stadtführer aus, die dann ab dem Saisonbeginn im April 2016 eigenständige Führungen vornehmen können.

Andreas Karl Böttcher, Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins: „Wir tragen somit dem großen Besucherandrang Rechnung. Wir würden uns freuen, wenn wir ca. 2 bis 3 weitere Stadtführer, die mit Feuereifer und Geschichtsinteresse bei der Sache sind, so gewinnen könnten!“ Die Ausbildung wird individuell und vor Ort stattfinden. Eine erstellte Arbeitsmappe bietet Hilfestellungen.

Wer Interesse an dem Geschichtserlebnis und der Wissensvermittlung im „Historischen Obermarsberg“ hat, kann sich ab sofort beim Vorstand der „Marsberger Geschichten“ unter info@Marsberger-Geschichten.de melden bzw. bewerben.

Quelle: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.