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Marsberg. Ihre Kunstwerke stehen in fast allen Ortschaften der Region. Sie sind aus dem täglichen Erscheinungsbild von Kirchen, Häusern oder beispielsweise Gedenkplätzen im Marsberger, Briloner, Waldecker, Warburger, Bürener und Paderborner Raum sowie weit darüber hinaus nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von den Werken der bedeutenden Bildhauerfamilie Larenz – die Künstler des Diemeltals!

75 Jahre nach dem offiziellen Tätigkeitsende der bekannten Marsberger Bildhauer-Gebrüder Franz und Bernard Larenz ist nun eine Publikation zu deren Auftragsbüchern entstanden. Unter der ISBN-Nr. 978-3-00-048041-6 ist das Buch mit dem Namen „Die Künstler des Diemeltals – Die Bildhauerfamilie Larenz – Auftragsbücher“ im Handel für nur 16,95 Euro erhältlich. Herausgeber ist der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.“. Gedruckt wurde es in der Marsberger Druckerei Boxberger.

Das Cover: „Die Künstler des Diemeltals – Die Bildhauerfamilie Larenz – Auftragsbücher“. Foto: Marsberger Geschichten

Das Cover: „Die Künstler des Diemeltals – Die Bildhauerfamilie Larenz – Auftragsbücher“. Foto: Marsberger Geschichten

1939 fertigten die Gebrüder Larenz für die Niedermarsberger Propsteikirche ihr letztes großes Werk, eine fast lebensgroße Schnitzerei zur Grablegung Christi. Nach 1939 bis zu ihren Tod in 1945 bzw. 1948 wurden lediglich noch kleinere Restaurierungen oder Arbeiten für die eigene Familie oder gute Freunde vorgenommen. Die jetzige Publikation umfasst die Auftragsbücher von 1887 bis 1897 und von 1906 bis 1934. Im Jahr 1887 hatte sich Franz Larenz in Niedermarsberg – nach seiner Lehre in der renommierten Bildhauer-Werkstatt Schiestl in Würzburg – selbständig gemacht.

Sein erstes Werk war eine Josefstatue für die Niedermarsberger Propsteikirche. Sein Vater Franz war bereits seit 1848 Schreinermeister (in der heutigen Klosterstraße 1) und eine bekannte Größe in der Marsberger Handwerker-Innung. Der Bildhauer Franz Larenz nahm seinen Bruder Bernard in die Lehre. Sie machten sich einen bedeutenden Namen in allen Techniken der Kunst. Aus Materialien, wie beispielsweise Kunststein, Marmor, Holz, Terrakotta, Gips, Bronze oder Kupfer, gestalteten sie wahre Meisterwerke. Später bereicherte Josef Larenz, der Neffe der beiden Bildhauer-Gebrüder, als akademischer Bildhauer die Künstler-Werkstatt.

Blick in die Kapelle des Franziskushauses Beringhausen mit dem Larenz-Altar. Foto: Marsberger Geschichten

Blick in die Kapelle des Franziskushauses Beringhausen mit dem Larenz-Altar. Foto: Marsberger Geschichten

In über 50-jähriger Tätigkeit schufen die Bildhauer Larenz mannigfache Altäre für Kirchen oder Adelshäuser der Region – und weit darüber hinaus. Alle Stilrichtungen von der Gotik, der Romanik bis hin zum Barock gehörten zum umfangreichen Repertoire der Künstler Larenz. Figuren, Skulpturen, Reliefs, Kruzifixe, Kreuzwegstationen, Tabernakel, Grabdenkmäler, Kriegerehrenmäler, Notgeld oder beispielsweise bedeutende Zeichnungen zu damaligen Geschehnissen in Stadt und Land zeugen noch heute von der Kunst und der Schaffenskraft der Larenz-Werkstatt.

Das Buch ist in den Buchhandlungen Podszun in Marsberg (Tel. 02992-4505), Brilon (Tel. 02961-2507) und Warburg (05641-740898) sowie Schreiber in Marsberg (02992-903671) und Bad Arolsen (05691-8914-0) vorrätig. Darüber hinaus kann es im Marktkauf Marsberg (02992-97580), Tankstelle Bunse (02992-97050) und der Druckerei Boxberger (02992-2333) erworben sowie im Internetshop unter www.marsberger-geschichte.de bestellt werden.

Quelle: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.