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Marsberg. Der Bürgerfunk der Hochsauerlandwelle auf den Frequenzen von Radio Sauerland nimmt in diesem Jahr mit gleich vier Produktionen am Bürgermedienpreis der Landesanstalt für Medien NRW in Düsseldorf teil.

In den Kategorien Lokales, Radiokunst, Hörenswert, Newcomer (Altersgruppe bis einschließlich 15 Jahren) und Update (Altersgruppe ab 16 Jahren) entscheidet eine Jury. In der Kategorie Publikumspreis entscheiden die Hörerinnen und Hörer noch bis zum 02. November 2014. Die Preisverleihung findet dann am 05. Dezember 2014 in Mühlheim an der Ruhr statt.

In der Kategorie Lokales nimmt die bereits zweifach ausgezeichnete Sendung Radio 6 bis 99 am Wettbewerb teil. 2011 gab es für die Sendung „Mal was anderes! Malen wie Picasso.“ den ersten Preis der Jury in der offenen Altersgruppe. 2013 erhielt die Sendung „Wir lassen die Puppen tanzen!“ den Publikumspreis. In diesem Jahr soll mit „So gefällt uns unsere Stadt: Arnsberg“ wieder ein Titel geholt werden. In der Sendung, die 2013 ausgestrahlt wurde, ging es um die Städteplanung und Verbesserung des Wohnklimas durch die Bürger aller Altersgruppen vor Ort.

Grafik: Marsberger Geschichten

Grafik: Marsberger Geschichten

Für die Kategorie Radiokunst hat die Hochsauerlandwelle „Dai Plattduitske Kristdaag 2013 imme Siuerlanne (Die Plattdeutsche Weihnacht 2013 im Sauerland)“ eingereicht. Die von den „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.“ ausgerichtete Weihnachtsausgabe von Do biste platt vom 25. Dezember 2013 mit Sprechern aus Marsberg, Brilon und Eslohe war ein Ohrenschmaus für die ganze Familie. Jeder, ob er nun platt spricht oder nicht, konnte zuhören. Die Sendung sprach durch ihren Sprachwitz und die vielen kleinen Facetten alle Sinne an. Geschickt wurden die plattdeutschen Texte und die Musik z. T. „Made in Sauerland“ in die Rahmenhandlung auf der Suche nach dem Christkind eingebunden.

Die Kategorie Hörenswert führt mit Radio 6 bis 99 an den Möhnesee. Zeitzeuge Josef Schulte, gen. Berges, stammt aus Eslohe und verbrachte seine Ausbildung während der Katastrophe auf dem Gut Kloster Himmelpforten, das durch die Fluten des Möhnesees völlig zerstört wurde. Der liebens- und hörenswerte Charakter wird durch seine Ausführungen in plattdeutscher Sprache unterstrichen (die in der Sendung übersetzt werden).

Und in der Kategorie Update geht das legendäre Sauerland-Taxi ins Rennen. Es startete 2001 und rollte bis Ende 2007 meist freitags über den Äther. Besonderheit war und ist gelebte Inklusion, denn zwei der bisher insgesamt sechs Moderatoren haben ein Handicap. 2008 gab es über 1.000 Unterschriften für den Erhalt der Sendung, welche die bekannte, heimische Sängerin Heidi Hedtmann Radio Sauerland überreicht hatte. Wegen fehlender Sponsoren für eine Ausstrahlung außerhalb des Bürgerfunks musste die Sendung eingestellt werden. Seitdem gab es – wie 2014 – nur vereinzelte Sendungen.

Wer für die vier Beiträge der Hochsauerlandwelle abstimmen möchte, kann dieses auf der Seite www.buergermedien.de > Bürgermedienpreis > zur Abstimmung tun. Dort können auch alle Beiträge in geschnittener Form (ohne Musik) angehört werden. Weitere Informationen und einen Sendekalender gibt es auch auf der Seite www.marsberger-geschichten.de.

Der vollständige Link zur Abstimmung lautet: www.buergermedien.de/buergerfunk/buergermedienpreis/buergermedienpreis-2014/kategorien-2014/publikumspreis.html

Quelle: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e.V.