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Kreis Soest. Besitzer von größeren Mietshäusern müssen alle drei Jahre das Trinkwasser auf Legionellen untersuchen lassen. Daran ändert auch eine aktuelle Anpassung der Trinkwasserverordnung nichts, mit der auch praktikablere Regelungen für die Überwachung von Legionellen einhergehen. Darauf weist das Gesundheitsamt des Kreises Soest hin.

Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Häuser, deren Warmwasseranlagen ein bestimmtes Volumen unterschreiten, sind nicht untersuchungspflichtig. Die Untersuchungspflicht betrifft allerdings viele öffentliche Gebäude und Gewerbebetriebe. Die bisher bestehende Frist wurde verlängert und die Erstuntersuchung muss bis zum 31. Dezember 2013 durchgeführt werden (vorher 31. Oktober 2012).

Legionellen können im Warmwasser vorkommen und Lungenentzündungen oder Fiebererkrankungen auslösen. Sie werden durch verkeimte Wassertröpfchen übertragen, wenn diese zum Beispiel beim Duschen eingeatmet werden. Legionellen vermehren sich bevorzugt in unzureichend erhitztem Warmwasser. „Daher soll die Warmwassertemperatur im gesamten Leitungssystem 55 Celsius nicht unterschreiten“, erläutert Rüdiger Große, Trinkwasserexperte im Gesundheitsamt.

Nur wenn bei der Messung eine erhöhte Legionellenbelastung festgestellt wird, muss das Gesundheitsamt eingeschaltet werden. Dieses berät dann die Vermieter über Maßnahmen, die eine einwandfreie Wasserqualität wieder herstellen. Die grund-sätzliche Meldepflicht ist entfallen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.kreis-soest.de (Bürgerservice/Service+Info/Dienstleistungen A-Z/Trinkwasser).

Quelle: Pressestelle Kreis Soest