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Kreis Soest. In seinem Leben hat Georg Konietzny schon viel erlebt. Der studierte Agrarwissenschaftler hat die unterschiedlichsten Berufe sowohl in Deutschland, im europäischen Ausland und zuletzt in Norwegen ausgeübt. Doch als er 2009 seinen Job verlor, sah es zunächst nicht gut für ihn auf dem Arbeitsmarkt aus.

Trotz meiner zahlreichen Erfahrungen, habe ich über eineinhalb Jahre nach einem geeigneten Arbeitsplatz gesucht“, erzählt er. „Ich hatte das Gefühl, das ich mit meinen damals 58 Jahren zu alt für den Arbeitsmarkt war.“ Dennoch gab er nicht auf und bewarb sich auf Empfehlung des Jobcenters unter anderem auf eine Stelle als Hauswart im Wilhelm-Morgner-Haus in Soest. Mit Erfolg. „Ich kann mich noch gut an das Gespräch mit ihm erinnern“, berichtet Jörg Radandt, Personalleiter der Stadt Soest. „Er hat uns sofort überzeugt. Denn für diese Stelle brauchten wir jemanden, der weiß was er will, Lebenserfahrung mitbringt und sich schnell auf die verschiedensten Menschen einstellen kann und all dies brachte Georg Konietzny mit.

Georg Konietzny (Mitte) geht in seiner neuen Arbeit auf: Er erklärt Jörg Radandt (links), Personalleiter der Stadt Soest, und Martin Olschefski Kunstwerke des Soester Künstlers Wilhelm Morgner. Foto: Elisabeth Bormann/aha

Heute ist der inzwischen 60-Jährige für die Ordnung im und um das Wilhelm-Morgner-Haus zuständig. Er kümmert sich um Künstler, Besucher, wartet die Geräte und kümmert sich um ein sauberes Erscheinungsbild. „Ich mag es, dass ich viele verschiedenen Aufgaben habe und kein Tag wie der andere ist“ so Konietzny. „Vor allem bin ich begeistert, dass ich nun nach vielen Arbeitsstellen im Ausland endlich einen Job direkt vor der Haustür habe.“ Und auch die Stadt Soest ist mit ihrem neuen Mitarbeiter mehr als zufrieden. „Ich habe das Gefühl wir können uns zu einhundert Prozent auf Herrn Konietzny verlassen. Dass er schon älter als 50 Jahre alt ist, ist bei dieser Stelle ein großer Vorteil. Ich kann auch anderen Arbeitgebern nur raten sich keine eigenen Denkblockaden aufzulegen, sondern genau auf die Stelle zu schauen und falls es möglich ist, auch älteren Bewerben eine Chance zu geben“, so Jörg Radandt.

Dies kann das Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) nur bestätigen. Seit 2005 setzt sich die AHA mit dem Projekt „50+ aktiv“ für die Einstellung älterer Arbeitssuchender ein. „In den vergangenen Jahren konnten wir schon viele ältere Langzeitarbeitslose erfolgreich in den Arbeitsmarkt integrieren“, erläutert Martin Olschefski, Arbeitsvermittler im Projekt. „Wichtig ist für uns, dass unsere Kundinnen und Kunden immer nach vorne schauen und sich nicht unterkriegen lassen. Denn auch mit 60 Jahren ist es möglich, etwas Neues anzugehen und einen neuen Arbeitsplatz zu finden, so wie Herr Konietzny.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest