Kreis Soest: Unternehmen unterstützen den Schulwettbewerb

Kreis Soest. Neun Firmen sponsern den Schulwettbewerb „Gedankenblitz“. Gedankenblitz? Das ist der Schulwettkampf der Stiftung Bildung, Wissenschaft und Technologie (BWT) und der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH (wfg), für den sich 33 Schulen aus dem Kreis Soest angemeldet haben, um sich in diesen Tagen  naturwissenschaftlich-technischen Aufgaben zu stellen. Als Gewinn für das Interesse an diesen Fragestellungen lockt ein Konzert mit der Kult-Band Culcha Candela.

Partner, die für den Schulwettbewerb „Gedankenblitz“ an einem Strang ziehen (v. l.): Birgit Zander, Hella Personalmarketing, Barbara Henneböhl-Klöppel, Leiterin Human Resources Akquisition der Hella Corporate Center GmbH, Tim Nolte, Wirtschaftsförderung Kreis Soest, Projektleiter „Gedankenblitz“, Jörg Malzon-Jessen, Unternehmenssprecher Infineon Technologies AG. Foto: Gröne

In erster Linie unterstützen die Firmen das Projekt, um den Nachwuchs zu fördern. Und der darf gespannt sein, denn für die Gewinner springt vielleicht nicht nur ein Praktikumsplatz heraus, sondern etwa – wie bei der Hella – eine VIP-Exkursion, bei der interessante Einblicke hinter die Kulissen eines weltweit agierenden Automobilzulieferers gegeben und die Tätigkeiten eines Ingenieurs bei Hella „live“ vorgestellt  werden.

Welchen Nutzen aber sehen die Firmen für sich selber darin? „In Deutschland ist qualifizierter Nachwuchs nur begrenzt verfügbar. Viele mittelständische Unternehmen bemühen sich darum, doch muss noch viel mehr unternommen werden, um junge Menschen an Firmen zu binden – gerade in ländlichen Gebieten mit geringerer Infrastruktur“, sagt Jörg Malzon-Jessen, Unternehmenssprecher bei Infineon in Warstein. Der Konzern nimmt mit der Herstellung von Halbleitern eine führende Rolle im Weltmarkt ein. „Bindet man junge Fachkräfte früh genug ein, werden sie auch viel schneller in die Verantwortung geführt. Das Potential kann man schnell erkennen. Darum ist es gut, so früh wie möglich Kontakt mit dem Nachwuchs aufzunehmen. Diesen Gedanken transportiert ja auch der Gedankenblitz“, sagt er. Auch im Vergleich zum Ausland weiß Malzon-Jessen, dass Deutschland als Land ohne Bodenschätze „unheimlich Schritt halten muss, Know-How zu entwickeln“. Infineon steht darum in intensivem Austausch mit Gymnasien, Hochschulen und der IHK, mit denen regelmäßig Projekte durchgeführt werden.

Auch Hella als weltweit agierender Automobilzulieferer bemüht sich rege um den Nachwuchs. Mit dem „Gedankenblitz“ möchte der Konzern, der bislang zumeist mit Schülern der Sekundarstufe II oder Studenten arbeitet, seine Zielgruppe ausweiten. „Wir möchten frühzeitig Schüler ansprechen und  das Potential an den Schulen nutzen. Gleichzeitig wollen wir  uns als attraktiver Arbeitgeber präsentieren“, nennt Birgit Zander, verantwortlich für das Personalmarketing bei Hella, die Gründe für das Sponsoring. „Die VIP-Exkursion etwa ist als Aufklärungsarbeit gedacht, denn Hella bietet mehr als Scheinwerfer. Viele unserer Elektronik-Produkte senken beispielsweise den CO2 Ausstoß“, so Birgit Zander, die weiß, dass man nicht früh genug mit der Förderung anfangen kann – „ganz besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“.

Weitere Informationen im Netz unter www.gedankenblitz-schulwettkampf.de.

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Veröffentlicht von: Redaktion am 10. Mrz 2010 und wurde einsortiert unter:
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