Print Friendly, PDF & Email

Kreis Soest/HSK. Viele Betriebe können bereits jetzt nicht alle Ausbildungs-plätze besetzen. Der „Kampf um die Köpfe“ hat begonnen und wird sich aufgrund des demographischen Wandels noch verschärfen. Deshalb müssen Unternehmen interessant für Ausbildungsplatzsuchende sein. Ein Weg ist das Angebot einer Berufsausbildung in Teilzeit. Über die Vorteile informieren die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland und die IHK Arnsberg im neu aufgelegten Flyer „Teilzeitausbildung – so geht’s“.

Eine wichtige Voraussetzung im Wettbewerb um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Möglichkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Durch das Angebot von Teilzeitberufsausbildung wird Menschen, die wegen Elternschaft und Kinderbetreuung oder der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger eine betriebliche Ausbildung in Vollzeit abbrechen müssten oder gar nicht erst beginnen könnten, der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ermöglicht“, betont Ursula Rode-Schäffer, Geschäfts-führerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland.

Stellen den neuen Flyer „Teilzeitausbildung – so geht’s“ vor (von rechts): Klaus Bourdick, Leiter der Abteilung Berufsbildung bei der IHK Arnsberg, Ursula Rode-Schäffer, Geschäftsführerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, und ihr Stellvertreter Walter Scholz. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Sie erhielten die Chance auf finanzielle Unabhängigkeit und eine selbstbestimmte Lebensperspektive, wodurch eine intensive Unternehmensbindung erzielt werden könne. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf aktuelle Projekte des IHK-Bildungs-instituts in Soest und der moveo gGmbH in Arnsberg im Rahmen des ESF- kofinanzierten NRW-Landesprogramms „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP), in denen sich jeweils zehn Teilnehmerinnen auf eine Ausbildung in Teilzeit vorbereiten.

Auch für die Betriebe ergeben sich viele Vorteile. „Für die Unternehmen wird die Aus- wahlmöglichkeit unter den Bewerberinnen und Bewerbern erhöht, wenn sie Ausbild-ungssuchende mit Kindern im Blick haben. Es gibt also gute Gründe, auch in Teilzeit auszubilden“, bringt es Klaus Bourdick, Leiter der Abteilung Berufsbildung bei der IHK Arnsberg, auf den Punkt. Zudem seien Motivation und Verantwortungsbewusstsein bei Auszubildenden mit Familienverantwortung meist stärker ausgeprägt. Falls ein bestehendes Ausbildungsverhältnis wegen Elternschaft unterbrochen werden müsse, seien die betrieblichen Investitionen nicht verloren, wenn es in Teilzeit fortgeführt und beendet werden könne.

Der Flyer „Teilzeitausbildung – so geht’s“ kann bei der Regionalagentur Hellweg-Sauerland bestellt werden. Ansprechpartnerin in Soest ist Ursula Rode-Schäffer, Telefon 02921/303499, und in Meschede nimmt Walter Scholz, Telefon 0291/941529, Anforderungen entgegen. Sie stehen auch zum ESF-kofinanzierten NRW-Landes-programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ Rede und Antwort.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest