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Kreis Soest/Südwestfalen (kso.2013.04.16.176.wfg). Nach drei Jahren wird das erste Förderprojekt der Regionale 2013 „Branchenkompetenzen Südwestfalen“ auf eigene Beine gestellt, wie am 16. April während einer Pressekonferenz bei der Firma Sudhaus in Iserlohn mitgeteilt wurde. Sieben Institutionen aus der Region, darunter die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH, beteiligen sich an der Finanzierung des neu gegründeten „Transferverbundes Südwestfalen“, um die heimische Wirtschaft gezielt im Technologietransfer unterstützen zu können.

Die weiteren Kooperationspartner der Gemeinschaftsinitiative sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaften des Hochsauerlandkreises und des Märkischen Kreises, die Industrie- und Handelskammern Arnsberg und Hagen, die Fachhochschule Südwestfalen und die Hochschule Hamm-Lippstadt. Der Start des Transferverbundes Südwestfalen erfolgt offiziell nach dem Ablauf der Förderphase am 30. Juni 2013 für zunächst drei Jahre. „Dies ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass die Regionale nachhaltig wirkt und ein erfolgreiches Projekt fortgesetzt wird“, meint Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur.

Wie bereits bisher wird das Kernstück des Transferverbunds aus den beiden „Technologiescouts“, den Diplom-Ingenieuren Andreas Becker und Hans-Joachim Hagebölling bestehen. Deren Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen zu intensivieren und regionale Kooperationen zu initiieren. Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick, Hauptgeschäftsführer der SIHK zu Hagen, bringt es auf den Punkt: „Zahlreiche Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Hochschulen wurden umgesetzt. Das bietet den Unternehmen einen echten Mehrwert. Das wollen wir noch weiter intensivieren.“

Dass der überwiegende Teil der Problemstellungen in den Unternehmen mit Unterstützung der heimischen Forschungs- und Hochschullandschaft gelöst werden konnte, unterstreichen GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder, Volker Ruff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und Michael Bison, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH: „Unsere technisch ausgerichteten Hochschulen in Südwestfalen können den Betrieben mit ihrem spezifischen Know-how oft sehr gut weiter helfen. Dort setzen wir mit der Arbeit des Transferverbundes an“.

In den Hochschulen selbst ist man sich auch der Tatsache bewusst, dass der globale Wettbewerb und der stetige Innovationsdruck die südwestfälische Wirtschaft und die Wissensträger der Region enger zusammenrücken lässt. Darüber hinaus spielt das Thema Fachkräftemangel eine immer wichtigere Rolle, wie Professor Dr. Claus Schuster, Präsident der Fachhochschule Südwestfalen, betont: „Über Kooperationen zwischen Hochschule und Wirtschaft bietet sich die Chance, dass Studierende direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt treten können. Gleichzeitig ermöglicht es den Unternehmen, Fachkräfte für sich zu gewinnen. Zudem sorgt der Transferverbund für eine intensivere Vernetzung der Hochschulen der Region untereinander. Deshalb engagieren wir uns weiterhin aktiv in diesem Projekt“, ergänzt Professor Dr. Klaus Zeppenfeld von der Hochschule Hamm-Lippstadt. Auch der Gastgeber der Pressekonferenz, Dr. Michael Hartmann, Geschäftsführer der Sudhaus GmbH & Co. KG aus Iserlohn, begrüßt die Entscheidung für den Transferverbund: „Die Unterstützung durch die Technologiescouts ist eine große Hilfe für uns gewesen, ohne deren wir einige Projekte so nicht hätten durchführen können.“

Insgesamt wurden von den Technologiescouts über 160 Erstgespräche mit Unternehmen in der Region geführt. Im Verlauf dieser für das Unternehmen kostenlosen Gespräche haben sich mehr als 50 Projektideen ergeben, die mit Hilfe von Forschungs- oder Hochschulpartnern umgesetzt worden sind. Bereits 17 Projekte konnten erfolgreich abgeschlossen werden. „Angefangen mit der Produktentwicklung, über Prozessoptimierung bis hin zu Logistikfragen haben wir eine sehr breite Themenvielfalt in den Projekten“, erläutert Technologiescout Hans-Joachim Hagebölling. Dass gegenseitiges Vertrauen der Beteiligten eine unerlässliche Voraussetzung für die erfolgreiche Realisierung der Projekte ist, darin sind sich alle Beteiligten einig. „Selbstverständlich, werden die uns anvertrauten Informationen stets absolut diskret und vertraulich behandelt“, unterstreicht Technologiescout Andreas Becker.

Die Bandbreite an Projekten, die mit Hilfe von Hagebölling und Becker umgesetzt werden konnten, reicht von der Vermittlung von Abschlussarbeiten in den Unternehmen, über Machbarkeitsstudien bis hin zu Produktentwicklung, die dann auch durch Mittel des Landes gefördert werden konnten. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei allen Projektpartnern, unter www.transferverbund.de oder direkt bei den Technologiescouts: Diplom-Ingenieur Andreas Becker, Telefon 0172/6909383, E-Mail becker@transferverbund-sw.de; Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Hagebölling, Telefon 0172/6936417, E-Mail hageboelling@transferverbund-sw.de.

Quelle: Kreis Soest