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Kreis Soest. Das katastrophale Hochwasser an Elbe und Donau traf zehn- tausende Menschen. Bei diesem und anderen Großschadensereignissen dürfen Betroffene mit ihren Sorgen nicht alleine gelassen werden, sind ständig zu informieren.

Der Kreis Soest als Katastrophenschutzbehörde ist verpflichtet, im Ernstfall ein Bürgertelefon und eine Personenauskunftsstelle (PASS) einzurichten. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bildeten sich am Samstag [29. Juni 2013] bei einem ganztägigen Seminar im Rettungszentrum fort.

Telefonieren bei Krisen, Katastrophen und in anderen schwierigen Situationen“ war die Schulung überschrieben. Als fachkundige Referenten waren Silvia Schmidt (Splendid-Akademie, Berlin) und Jürgen Hecker (DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, Münster) angereist und gaben wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation. Erforderliche Kompetenzen, Struktur und Handwerkszeug der Gesprächsführung wurden theoretisch und mit praktischen Übungen behandelt.

Der Krisenstab des Kreises Soest schulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bürgertelefon und Personenauskunftsstelle im ganztägigen Seminar „Telefonieren bei Krisen, Katastrophen und in anderen schwierigen Situationen“, das im Rettungszentrum stattfand. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Der Krisenstab des Kreises Soest schulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bürgertelefon und Personenauskunftsstelle im ganztägigen Seminar „Telefonieren bei Krisen, Katastrophen und in anderen schwierigen Situationen“, das im Rettungszentrum stattfand. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Bei einem Großschadensereignis richtet der Krisenstab das Bürgertelefon und die PASS im Kreishaus ein. Das Bürgertelefon besetzen Kreisbedienstete, die beruflich Vorerfahrungen mit kritischer Gesprächsführung haben. Für die PASS-Einrichtung zeichnet auf der Grundlage eines mit dem Kreis abgeschlossenen Vertrages der DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg verantwortlich. Die Rufnummern werden im Ernstfall über alle zur Verfügung stehenden Medien bekannt gegeben.

Da erfahrungsgemäß bei einer Katastrophe die Leistungsfähigkeit einer örtlichen PASS sehr schnell erreicht ist, hat das Land Nordrhein-Westfalen je eine Landes-Personen-auskunftsstelle in Münster und in Köln eingerichtet. Kommt es zum Ernstfall im Kreis Soest oder anderen Gebieten Westfalens, arbeiten im Hintergrund Kräfte der Berufsfeuerwehr Köln mit. Die PASS in Münster betreibt das Institut der Feuerwehr (IdF). Sie unterstützt die Krisenstäbe der Kreise und kreisfreien Städte im Rheinland. Die Auskunftsstellen dienen dazu, Bürgerinnen und Bürgern bei Katastrophen Auskunft über den Verbleib ihrer Angehörigen zu geben.

Der DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg ist auf der Suche nach weiteren Helferinnen und Helfern für die PASS. Wer Interesse an einer verantwortungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeit hat, kann sich beim DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg, Michael Lindner, Telefon 02943/871321, melden.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest