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Kreis Soest / Hochsauerlandkreis (kso.2016.02.08.045.-rn). 2015 wurden in der Region Hellweg-Hochsauerland 44 Beratungsschecks Potentialberatung an Unternehmen ausgegeben. Das berichtete Ursula Rode-Schäffer, Leiterin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, beim Runden Tisch Potentialberatung, der jetzt im Kreishaus Arnsberg zusammenkam. Andreas Bendig von der G.I.B. (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH in Bottrop) ergänzte den Erfahrungsaustausch mit aktuellen Informationen zur Umsetzung und zur Neuausrichtung des Programms.

So können seit November 2015 Unternehmen, die älter als zwei Jahre sind und mindestens zehn und weniger als 250 Beschäftigte haben im Rahmen einer Potentialberatung bis zu zehn Beratungstage in Anspruch nehmen. Dabei ist die Aufteilung in zwei Beratungen innerhalb von 36 Monaten ist möglich. Mindestens ein sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigter muss in Vollzeit tätig sein.

Beim Runden Tisch Potentialberatung handelt sich um den Erfahrungsaustausch der sieben Beratungsstellen für Potentialberatung in der Region und der Bezirksregierung Arnsberg. Neben der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland sind weitere Beratungsstellen die IHK Arnsberg, die GWS Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung mbH Werl, die Handwerkskammer Südwestfalen in Arnsberg, die Wirtschaftsförderung Arnsberg GmbH, die Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH in Meschede. Die Regionalagentur koordiniert die Umsetzung des Beratungsschecks Potentialberatung im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest, die Bezirksregierung löst die Beratungsschecks ein und bewilligt die Mittel.

Der Runde Tisch Potentialberatung traf sich im Kreishaus Arnsberg zum Erfahrungsaustausch. Foto: © Pressestelle Hochsauerlandkreis

Der Runde Tisch Potentialberatung traf sich im Kreishaus Arnsberg zum Erfahrungsaustausch. Foto: © Pressestelle Hochsauerlandkreis

Die Potentialberatung ist ein bewährtes Arbeitsmarktinstrument. Sie wird vom NRW-Arbeitsministerium mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Die Beratungsstellen für Potentialberatung klären in Beratungsgesprächen Ziele, Inhalte und Umfang der Potentialberatung, dann kann der „Beratungsscheck“ ausgestellt werden. Unter Beteiligung der Beschäftigten ermittelt die vom Betrieb ausgewählte Unternehmensberatung dessen Stärken und Schwächen. Es wird gemeinsam ein verbindlicher Handlungsplan zur Verbesserung der betrieblichen Praxis erarbeitet und – so weit wie zeitlich möglich – umgesetzt.

Zum Beispiel können sie zunächst eine spezielle Problematik im Bereich Arbeitsorganisation bearbeiten und in einer weiteren Beratung den Fokus auf Personalentwicklung und Qualifizierungsbedarfe richten. Arbeitsorganisation, Kompetenzentwicklung, Demographischer Wandel, Digitalisierung und Gesundheit können mit Hilfe der Potentialberatung beraten werden. Bezuschusst werden 50 Prozent der notwendigen Ausgaben maximal 500 Euro pro Beratungstag.

Weitere Informationen bei der Leiterin der Regionalagentur Hellweg Hochsauerland, Ursula Rode-Schäffer in Soest, Telefon 02921 / 303499, E-Mail rode-schaeffer@r-h-h.de, bei ihrer Stellvertreterin Anna Kaufung in Arnsberg, Telefon 02931 / 944040 , E-Mail kaufung@r-h-h.de oder im Netz unter www.r-h-h.de. Die Anschriften und Telefonnummern der weiteren Beratungsstellen für Potentialberatung sind unter www.gib.nrw.de zu finden.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest