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Kreis Soest (kso.2013.05.29.263.wl/-rn). Viele gemeinnützige, aber auch gewerbliche Unternehmen sammeln Wertstoffe oder Altkleider. Darunter gibt es aber nach den Erkenntnissen des Kreises Soest oft schwarze Schafe. „Neben den genehmigten Aktionen gibt es viele illegale gewerbliche Sammler, die keine Berechtigung vorweisen können. Die Sammlungen erfolgen illegal oder täuschen einen gemeinnützigen Zweck nur vor“, warnt Werner Luig, Abfallexperte in der Abteilung Umwelt.

Das Kooperations-Siegel kennzeichnet die Altkleider-Container, die von karitativen Verbänden in Kooperation mit dem Kreis Soest betrieben werden. Grafik: ESG

Das Kooperations-Siegel kennzeichnet die Altkleider-Container, die von karitativen Verbänden in Kooperation mit dem Kreis Soest betrieben werden. Grafik: ESG

Er weist darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger genügend Alternativen haben, Altkleider und Wertstoffe in rechtmäßige Hände zu geben. Das habe einen großen Vorteil. Denn die durch die Vermarktung der Wertstoffe im Kreis Soest erzielten Erlöse kämen allen Bürgern wieder zu Gute, indem sie den Abfallgebührenhaushalt entlasteten.

Hier stehen sie noch aufgereiht am Abfallwirtschaftszentrum der ESG in Werl vor ihrer Auslieferung. Die Container für kleine Elektrogeräte und Metalle, die mit rot-violetten Farbstreifen kenntlich gemacht sind, sind mittlerweile kreisweit an 50 gut erreichbaren Standorten zu finden. Foto: ESG

Hier stehen sie noch aufgereiht am Abfallwirtschaftszentrum der ESG in Werl vor ihrer Auslieferung. Die Container für kleine Elektrogeräte und Metalle, die mit rot-violetten Farbstreifen kenntlich gemacht sind, sind mittlerweile kreisweit an 50 gut erreichbaren Standorten zu finden. Foto: ESG

Vor diesem Hintergrund sind Töpfe, Metalle und Elektrokleingeräte in den Elektro-Metallcontainern am richtigen Platz, die kreisweit an 50 Stellen zu finden sind. Außerdem gibt es fünf zentrale Sammelstellen, an denen auch große Haushaltsgeräte wie Herd oder Waschmaschine abgegeben werden können. Einen gemeinnützigen Zweck garantiert das Kooperations-Siegel, das 200 Altkleider-Container kennzeichnet, die von den karitativen Verbänden Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Kolpingwerk zusammen mit dem Kreis Soest betrieben werden. Wer darüber hinaus nicht weiß, wohin mit seinen Sachen, ist beim Abfall-Servicetelefon der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG) an der richtigen Adresse. Das Abfall-Servicetelefon, das auch über alle offiziellen Abgabe- und Sammlungsangebote kreisweit informiert, ist montags bis freitags von 7.30 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr unter der Nummer 02921/353111 zu erreichen.

In den vergangenen Wochen waren es die Einwohner von Ense, Anröchte und Rüthen, die gewerbliche Sammler per Wurfzettel aufforderten, nicht mehr benötigte Bekleidung und Schuhe oder auch Töpfe, Geschirr, Werkzeug, Fahrräder und sogar Autoreifen zur Abholung an den Straßenrand zu stellen. Manchmal stehen auch schon Körbe vor der Tür, die nur noch gefüllt werden sollen. „Am Ende picken sich die illegalen Sammler aber nur die gut zu vermarktenden Wertstoffe heraus. Die weniger attraktiven Abfälle werden dann einfach in der Landschaft auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt. Das haben wir jüngst in Soest beobachtet“, berichtet Werner Luig.

Nach dem seit 2012 geltenden Kreislaufwirtschaftsgesetz müssen gewerbliche und gemeinnützige Sammlungen von Wertstoffen und Abfällen angezeigt werden. Sie können nur durchgeführt werden, wenn der Sammler bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Bei karitativen Sammlungen wird geprüft, ob die Organisation als gemeinnützig anerkannt ist und die Erlöse tatsächlich zum Beispiel bedürftigen Menschen zu Gute kommen.

Für Wertstoffe wie Altmetalle und Elektrogeräte besteht grundsätzlich eine Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorger. Der Bürger ist also verpflichtet, diese Dinge bei den offiziellen Annahmestellen wie Wertstoffhöfen im Kreis Soest abzugeben. Er kann aber auch die Container für Elektro-Kleingeräte und Metalle nutzen.

Quelle: Kreis Soest