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Kreis Soest. Erst Ende August sahen sich Tausende von Bürgerinnen und Bürger beim Tag der offenen Tür im Rettungszentrum des Kreises am Soester Boleweg um. Trotzdem reißt der Strom von Besuchern nicht ab, die Einrichtung ist ein echter Publikumsmagnet. Jetzt begrüßten Jürgen Bornemann, Abteilungsleiter Büro der Landrätin, und Pressesprecher Wilhelm Müschenborn gleich drei Gruppen mit interessierten Gästen an einem Tag.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 60 plus des SPD-Unterbezirks Soest, der Seniorengruppe der IG-Metall-Verwaltungsstelle Hamm/Lippstadt und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) St. Albertus Magnus Soest erkundeten nacheinander den Gebäudekomplex. Die Rettungsleitstelle, der Katastrophenschutz, verschiedene Einrichtungen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr, der Veterinärdienst sowie die Kreispolizeileitstelle sind dort zusammengefasst. Die gemeinsame Unterbringung dieser Einrichtungen der Gefahrenabwehr plus Veterinärdienst gilt als Konzept mit landesweitem Pilotcharakter.

Staunend blickten die Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) St. Albertus Magnus Soest ins Innere des Turms, in dem ohne Energiekosten Schläuche getrocknet werden können. Foto: Rainer Emmrich/Kreis Soest

Die Gäste erfuhren, dass das Zentrum als PPP-Projekt (Public Private Partnership) zusammen mit der Firma Derwald aus Dortmund gebaut wurde. Insgesamt sind rund 16 Mio. Euro investiert worden. Zusätzliche 2,36 Mio. Euro flossen in die Modernisierung der Technik der Rettungsleitstelle. Dabei konnten rund 55 Prozent der Aufträge an Unternehmen im Kreis Soest vergeben werden.

Einige Mitglieder der Seniorengruppe der IG-Metall-Verwaltungsstelle Hamm/Lippstadt haben sich als ehrenamtliche Feuerwehrgehörige engagiert. Sie interessierte besonders die Funktion des Rettungszentrums als Kreisfeuerwehrzentrale. Foto: Jürgen Bornemann/Kreis Soest

Dienstgruppenleiter Frank Scholz erläuterte die Arbeit in der Rettungsleitstelle und auch die Funktion der verschiedenen Notrufnummern. Er wies darauf hin, dass 112 der Notruf bei lebensbedrohlichen Krankheiten sei und nicht mit anderen Anliegen blockiert werden sollte. Wer im Kreis Soest lediglich einen Krankentransport benötige, sollte 19222 mit der Soester Vorwahl 02921 wählen. Die Rufnummer 19222 sei in den meisten Gegenden Deutschlands für geplante Krankentransporte eingerichtet und somit keine Notrufnummer. Außerdem gebe es die kostenlose bundesweite Nummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigungen, an die man sich wenden kann, wenn der Hausarzt Feierabend hat oder im Wochenende ist.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 60 plus des SPD-Unterbezirks Soest engagieren sich auch im Alter politisch. Deshalb interessierte sie besonders die Realisierung des Rettungszentrums als PPP-Projekt. Foto: Jürgen Bornemann/Kreis Soest

Die Besucher erlebten hautnah, dass das Rettungszentrum vielfältig und intensiv genutzt wird. Sie trafen sie auf die Teilnehmer zweier Feuerwehlehrgänge, die gerade liefen. Außerdem übten Angehörige der Feuerwehr Soest am Schlauchturm Höhenrettung. An der Gefahrgutübungsanlage der Feuerwehren im Kreis Soest trainierten die Bandschützer, wie bei einem Einsatz einem leckgeschlagenen Lkw, aus dem gefährliche flüssige Ladung ausläuft, vorzugehen ist. Grund für die Sonderübungen waren Dreharbeiten eines RTL-Fernsehteams, das die Feuerwehr Soest besuchte.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest