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Kreis Soest (kso.2013.06.27.327.-rn). Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes beim Kreis Soest absolvieren jährlich Hunderte von Stunden Fortbildung. Das rettet Leben, wie die Mitglieder des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen in ihrer Sitzung am Mittwoch, 26. Juni 2013, im Rettungszentrum des Kreises konkret erfuhren. Denn der ärztliche Leiter Hans-Peter Trilling belegte das am Beispiel einer Patientin, deren Wiederbelebung Rettungsassistenten erfolgreich und nachhaltig einleiteten, bevor ein Notarzt eintraf.

Rettungsdienstmitarbeiter Bernd Bollweg (r.) erläuterte den Mitgliedern des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen den auf einem Brett montierten Reanimationsgürtel, eine technische Hilfe für die Wiederbelebung. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Rettungsdienstmitarbeiter Bernd Bollweg (r.) erläuterte den Mitgliedern des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen den auf einem Brett montierten Reanimationsgürtel, eine technische Hilfe für die Wiederbelebung. Foto: Wilhelm Müschenborn/Pressestelle Kreis Soest

Fortbildung ist nicht alles, auch die Ausrüstung muss stimmen. Das Equipment, über das der Rettungsdienst des Kreises Soest verfügt, ist hochprofessionell, aber auch entsprechend kostspielig. Bernd Bollweg, für die Weiterbildung der Rettungsassistenten zuständig, machte die Unterschiede mit einem Vergleich von Defibrillatoren deutlich. Es handelt sich um medizinische Geräte, die durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen beenden. Die Versionen, die auch in öffentlichen Gebäuden wie dem Kreishaus hängen und auch von Laien bedient werden sollen, kosten rund 2.000 Euro. Für einen Profi-Defibrillator, wie er auch beim Rettungsdienst des Kreises Soest im Einsatz ist, muss ein Vielfaches auf den Tisch gelegt werden. Dafür kann das Gerät natürlich auch viel mehr, beinhaltet zum Beispiel auch Funktionen eines EKG.

Wenn ein Kreislaufstillstand erkannt wurde, gehört zu den entscheidenden Wiederbelebungsmaßnahmen die Beatmung und die Herzdruckmassage. Sichtlich erstaunt erfuhren die Politikerinnen und Politiker von Bernd Bollweg, dass die Kompression des Brustkorbs auch automatisiert von einem auf einem Brett montierten Reanimationsgürtel übernommen werden kann, zum Beispiel beim Transport zum Krankenhaus. Denn die Wiederbelebung ist kräftezehrend, der Helfer ermüdet schnell. Aber auch diese Technik hat ihren Preis und kostet ähnlich viel wie ein Profi-Defibrillator.

Quelle: Kreis Soest