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Kreis Soest: Potentialberatung hilft wachsendem Spielzeugland


Kreis Soest. Weihnachtszeit bedeutet Hochbetrieb in Spielzeugläden. Die Kerstin Spielzeugland GmbH am Soester Markt profitiert in dieser Boomzeit direkt und indirekt von zwei Angeboten des Landes, auf welche die Regional-agentur Hellweg-Hochsauerland das Unternehmen aufmerksam machte, und zwar die Potentialberatung und das Programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) im Rahmen des ESF-kofinan-zierten Handlungsprogramms für Berufsrückkehrende „Brücken bauen in den Beruf“.

Julia J., alleinerziehende Mutter, hatte sich in der TEP-Maßnahme in der Soester Außenstelle des IHK-Bildungsinstituts für eine Teilzeitberufsausbildung fit gemacht. Den Hinweis der Regionalagentur nutzte Kerstin Spielzeugland und stellte sie im August 2011 als Auszubildende mit 30 Wochenstunden ein. „Wir sind sehr zufrieden. Es war für uns immer schwierig, geeignete Auszubildende zu finden“, berichteten die Firmen-inhaber, das Ehepaar Detlev und Birgit Kerstin, als Vizelandrätin Irmgard Soldat, stell-vertretende Vorsitzende des Lenkungskreises, und Ursula Rode-Schäffer, Geschäfts-führerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, sich vor Ort informierten. „Wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht und weitere Unternehmen Ausbildungs-plätze in Teilzeit zur Verfügung stellen“, betonte Frau Soldat.

Dank Potentialberatung und TEP ist die Kerstin Spielzeugland GmbH gut gerüstet für das Weihnachtsgeschäft. Das Bild zeigt (v. l.) Detlev Kerstin, Auszubildende Julia J., Ursula Rode-Schäffer, Geschäftsführerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, Vizelandrätin Irmgard Soldat und Birgit Kerstin. Foto: Müschenborn/Kreis Soest

Auch die Potentialberatung kam für das Traditionsunternehmen Kerstin, das seine Wurzeln am Soester Markt bis1820 zurückverfolgen kann, zur rechten Zeit. Denn das Spielzeugland befindet sich auf Wachstumskurs. Bereits seit 1973 gibt es eine Filiale in Lippstadt, seit 2008 ist das Unternehmen in Möhnesee-Körbecke vertreten, 2010 folgte ein neues Geschäft in Ahlen. „Unsere Belegschaft ist mittlerweile auf 50 Köpfe ange- wachsen. Da war es wichtig, dass die Potentialberatung Hinweise und Tipps zur Mitarbeiterführung vermittelte“, zogen Detlev und Birgit Kerstin Bilanz. Entscheidend sei es auch gewesen, dass der Unternehmensberater neue Perspektiven aufgezeigt und damit Mut zu weiteren Investitionen gemacht habe. „Wir haben im Sommer bereits erste Maßnahmen umgesetzt und werden im kommenden Jahr unser Geschäft am Soester Markt streng am Bedarf orientiert umbauen“, berichteten die Firmenchefs.

Die Potentialberatung ist ein bewährtes Angebot, das schon vielen Unternehmen geholfen hat“, lädt Regionalagentur-Chefin Ursula Rode-Schäffer dazu ein, dem Beispiel von Kerstin Spielzeugland zu folgen. „Sie wird vom NRW-Arbeitsministerium mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert und hilft kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten, erfolgreich zu arbeiten.“ Die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland kläre in Beratungsgesprächen Ziele, Inhalte und Umfang der Potentialberatung, dann könne der „Beratungsscheck“ ausgestellt werden. Rode- Schäffer: „Unter Beteiligung der Beschäftigten ermittelt die vom Betrieb ausgewählte Unternehmensberatung dessen Stärken und Schwächen. Es wird gemeinsam ein verbindlicher Handlungsplan zur Verbesserung der betrieblichen Praxis erarbeitet und – so weit wie möglich – umgesetzt.“ Die Beraterinnen oder Berater wähle das Unter-nehmen selbst aus, das Land stelle mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds eine finanzielle Förderung bereit.

Ursula Rode-Schäffer weist darauf hin, dass Unternehmen zwei Potentialberatungen innerhalb von 21 Monaten in Anspruch nehmen können: „Zum Beispiel können sie zunächst eine spezielle Problematik im Bereich Arbeitsorganisation bearbeiten und in einer weiteren Beratung den Fokus auf Personalentwicklung und Qualifizierungsbedarfe richten.“ Arbeitsorganisation, Arbeitszeitgestaltung, Kompetenzentwicklung, Alters-struktur, Fachkräftebedarf und die Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz könnten mit Hilfe der Potentialberatung beraten werden. Bezuschusst würden 50 Prozent der notwendigen Ausgaben für bis zu 15 Beratungstage, maximal 500 Euro pro Beratungs- tag. Eingelöst und bewilligt werden die Beratungsschecks Potentialberatung nach Abschluss der Beratung von der Bezirksregierung Arnsberg, Außenstelle Soest.

Weitere Informationen zur Potentialberatung oder zur Teilzeitberufsausbildung gibt die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland. Ansprechpartnerin in Soest ist Ursula Rode-Schäffer, Telefon 02921/303499. Ansprechpartner in Meschede Walter Scholz, Telefon 0291/941529. Im Netz ist die Regionalagentur unter www.r-h-h.de zu finden.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest




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